Leichlingen: Orden für die Jecken
VON CLAUDIA PROSKE - zuletzt aktualisiert: 26.11.2007Leichlingen (RPO). Bei einem Kommers ehrte die Leichlinger KG Raubritter Bürger, die sich um den Karneval verdient gemacht haben.
Eine eindrucksvoll gold funkelnde Burg, flankiert von zwei Rittern in silbern schimmernder Rüstung, gekrönt vom Wappen der Stadt – der neue Sessionsorden der Leichlinger KG Raubritter kann sich wieder sehen lassen. Präsentiert wurde das mit Strasssteinen verzierte Objekt am Samstag beim 1. Leichlinger Ordenskommers der Raubritter im Haus Klippenberg.
Den Besuchern bot sich an diesem Abend ein farbenprächtiges Bild im Festsaal des Hauses. Weiße, violette, blaue und silberne Uniformen zeugten von den vielen Karnevalsgesellschaften und –vereinen, die diesen ersten Ordenskommers auf keinen Fall verpassen wollten. Doch was ist eigentlich so ein Kommers?
Kurze Session
Aud die Karnevalsjecken wartet eine der kürzesten Sessionen seit langer Zeit.
Am 31. Januar ist schon Altweibefastnacht. Der Zug in der Blütenstadt ist am Samstag, 2. Februar. Und am 6. Februar ist Aschermittwoch und für die Jecken wieder mal alles vorbei.
„Damit stellen wir unseren neuen Orden offiziell vor und verleihen ihn an Leute, die sich im Karneval verdient gemacht haben“, erklärte Hans Krämer, 1. Vorsitzender der Leichlinger Raubritter. Die Idee dazu sei ihnen bei einem ihrer zahlreichen Besuche bei befreundeten Solinger Karnevalsvereinen gekommen, so der Anführer der 25 Raubritter. Und die Solinger hatten es sich natürlich auch nicht nehmen lassen bei der ersten Veranstaltung in Leichlingen dieser Art live dabei zu sein.
So wurde denn auch der Raubritter-Vorstand beim großen Einmarsch von der Funkengarde Blau-weiß Solingen tat- und tanzkräftig unterstützt. Die Verleihung der Orden selbst lief dagegen relativ unspektakulär ab. Rauf auf die Bühne, Orden umhängen, Bützchen links und rechts, ein dreifaches Alaaf und runter von der Bühne. Der erste in der Reihe der Ordensträger war natürlich Leichlingens erster Bürger, Ernst Müller. Nach und nach wurden schließlich die Vorstände der Leichlinger Karnevalsvereine, Herrenelferrat, Prinzenclub, Blütenstädter, VLK, FLK und Jecke Leichlinger mit dem neuen Sessionsorden bestückt.
Auch die Solinger Vereine unter ihnen; die Klingenstädter und das Ohligser Dreigestirn; kamen in den Genuss des Metalls. Für besondere Verdienste wurde an diesem Abend Hermann Pohl, Geschäftsführer der Raubritter ausgezeichnet und zum Clubsenator des Prinzenclubs ernannt. „Wir wollten Leichlingen mal etwas neues bieten“, erklärte Hans Krämer die Entstehung des Ordenskommers. „Und so die Leute vielleicht wieder etwas mehr zum Karneval motivieren.“ Motivation brauchten die geladenen Jecken an diesem Abend jedoch nicht. Bis in die Nacht schunkelten, tanzten und feierten sie ausgelassen wie es sich für echte Leichlinger Jecken gehört.
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