Leichlingen: Realschule – ein Stück Leben
VON JULIA BERTENBURG - zuletzt aktualisiert: 23.11.2009Leichlingen (RPO). Mit einem Festakt, einem Schulfest samt buntem Programm und einem Ehemaligentreffen feierte die Bildungsstätte an der Wupper am Samstag ihr 40-jähriges Bestehen.
Lothar Becker sprach von einer "kleinen Sensation, dass Leichlingen im Jahre 1969 eine eigene Realschule erhielt". Der Schulleiter der Realschule an der Wupper erzählte von den Vorurteilen, mit der die Schule anfangs zu kämpfen hatte, sich im Laufe der Zeit jedoch einen guten Ruf erwarb.
Zum Festakt anlässlich des 40-jährigen Jubiläums hatten viele Gäste ihren Weg in die Aula Am Hammer gefunden, um gemeinsam den Geburtstag der Schule zu feiern.
Handstand im Englisch-Unterricht
Andreas Werner, Vorsitzender des Schulvereins, der nun schon seit 30 Jahren besteht, machte darauf aufmerksam, dass "Schule nicht nur Englisch, Mathe und Deutsch, sondern auch ein Stück Leben ist".
Alte Zeiten
Zum Abschluss des Tages lud die Schule zum Ehemaligentreffen. Bei der Zusammenkunft am Samstag wurde eine Power-Point Präsentation mit Bildern aus alten Zeiten gezeigt.
Diese Ansicht teilte auch Bürgermeister Ernst Müller in seiner Rede: "Schule ist weit mehr als eine Lern- und Lehranstalt, sondern auch ein Ort des kulturellen Lebens und der Geselligkeit." Die Realschule an der Wupper sei ein fester Bestandteil des schulischen Lebens in Leichlingen. Müller lobte außerdem die Partnerschaften, die die Schule in Großbritannien, Frankreich und auf Madeira pflegt.
Wolfgang Bosbach, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Rheinisch-Bergischen Kreis, erzählte persönliche Anekdoten aus seiner Zeit als Realschüler und sorgte damit für viele Lacher im Publikum: So bekam er einmal folgenden Eintrag ins Klassenbuch: "Bosbach macht Handstand im Englischunterricht" und hatte neben seiner "hyperintelligenten Schwester zu bestehen, die ihr Abitur mit 1,0 bestand."
Nach den Grußworten zeigte das Marionettentheater der Schule die Premiere ihres Stückes "Szenen aus dem Rotstiftmilieu". Bei der Aufführung – die unter der Leitung von Annette Ernst stand – handelte es sich um eine musikalische Revue, die einen normalen Schultag mit Schülerwitzen, typischen Szenen und Dialogen zwischen Lehrern und Schülern darstellte.
Parfüm kreiert
In der vergangenen Woche hatten die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern drei Tage lang an verschiedenen Projekten gearbeitet, die sie bei dem Schulfest im Anschluss an den Festakt präsentierten. Da wurde Modeschmuck angefertigt, eigenes Parfüm kreiert, und der Frage nachgegangen, wo genau eigentlich Schokolade herkommt.
Andere Gruppen hatten sich dem Bau von Vogelhäuschen gewidmet, wiederum andere Schüler gaben Tipps, wie man fit und gesund den Winter übersteht. Dominik Brandenburg (15), Simon Schulz (13) und Julian Krumbach (15) gehörten zu den Schülern, die das Projekt "Robotik" vorstellten.
Während der letzten Woche hatten insgesamt acht Gruppen Roboter mit Hilfe von "Lego Mindstorms"-Kästen gebaut. "Wir haben zusätzlich selbst erdachte Stiftehalter angebracht", sagte Dominik Brandenburg.
Am Laptop hatten sie die technischen Spielzeuge dann so programmiert, dass die Roboter ein bestimmtes Motiv zu Papier brachten – im Falle von Brandenburgs Gruppe war das ein Smiley.
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