Leichlingen: Retter kippten bei Einsatzfahrt um
VON ULRICH SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 27.09.2010Leichlingen (RPO). Ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist am Samstag am Kreisverkehr Neukirchener Straße umgestürzt.
In dem Fahrzeug befanden sich drei Sanitäter. Zwei wurden leicht verletzt. Das Team war mit Blaulicht zu einem Notfall unterwegs.Zur Unfallursache meldete die Polizei gestern nichts. "Ohne Fremdeinwirkung stürzte der Rettungswagen auf die Seite", heißt es neutral im Unfallbericht. Das Rettungswagenteam kam mit Blaulicht und Sirene vom Standort Leichlingen-Metzholz. Die Sanitäter sollten zu einem "internistischen Notfall". Der Rettungswagenfahrer (46) schaffte noch den Schlenker durch den Kreisverkehr, bog nach rechts in die Neukirchener Straße ab und stürzte direkt danach mit seinem Wagen um – auf die Fahrerseite.
Schnell war professionelle Hilfe vor Ort. Leichlingens Vize-Feuerwehrchef befand sich zufällig nur 100 Meter vom Unfallort entfernt und übernahm sofort die Einsatzleitung. Ein Besatzungsmitglied des Rettungswagens hatte im hinteren Wagenteil gesessen. Der Mann konnte den Wagen über die hintere Tür verlassen.
Notärzte
Der Rettungsdienst ist in Leichlingen Aufgabe des Rheinisch-Bergischen Kreises, nicht der Feuerwehr Leichlingen. Wird ein Notarzt benötigt, helfen Ärzte aus den Nachbarstädten: Zu dem Unfall kam ein Notarzt aus Langenfeld. Angefordert werden können Ärzte auch aus Solingen, Wermelskirchen, Leverkusen und selbst aus dem entfernteren Monheim.
Mächtig Glück hatten Fahrer und Beifahrerin (26): Der Rettungswagen hatte im Fallen Hinweisschilder zur Klinik Roderbirken gestreift und war einige Meter auf der Mittelinsel gerutscht, aber: Fahrer und Beifahrerin verletzten sich nur leicht.
Bei der aufwendigen Bergung schien noch alles anders auszusehen. Die beiden Verletzten kletterten zwar selbstständig aus der Fahrerkabine und setzten sich oben auf das seitwärts liegende Fahrzeug. Dem Notarzt aus Langenfeld und den herbeigeeilten Leichlinger Feuerwehrleuten berichteten die beiden aber von Schmerzen im Rückenbereich. "Um die Verletzten möglichst schonend zu retten, haben wir unsere Drehleiter eingesetzt." So wurde der Fahrer auf eine Vakuummatratze gelegt. Mittels Trage auf der Drehleiter transportierten die Helfer den Mann vorsichtig Richtung Fahrbahn und Rettungswagen. "In diesen Situationen darf man durch hektische Hilfe nicht noch alles verschlimmern", erklärte Hillbrenner.
Den Einsatz, den die Sanitäter fahren sollten, übernahm ein weiterer Rettungswagen. In Zusammenarbeit mit dem Arzt eines Rettungshubschraubers.
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