Leichlingen: Samstagsöffnung im Blick
zuletzt aktualisiert: 05.09.2009Leichlingen (RPO). Ricarda Stockhausen, die neue Leiterin der Leichlinger Stadtbücherei, will den kundenorientierten Service und den persönlichen Umgang in der Einrichtung fortsetzen.
Seit Dienstag hat die Leichlinger Stadtbücherei eine neue Leiterin: Ricarda Stockhausen will an die viel gelobte Arbeit ihrer Vorgängerin Claudia Lemke anknüpfen. Derzeit macht sich die 28-jährige Buchhändlerin und Diplom-Bibliothekarin mit den Abläufen ihrer neuen Stelle vertraut.
Wie lebt und arbeitet es sich als Chefin einer Bücherei?
Stockhausen (lacht) Sehr schön. Nein, im Ernst: Ich bin hier von meinem Team sehr gut aufgenommen worden. Aber es ist in diesen ersten Tagen natürlich sehr viel auf mich eingestürmt. Einerseits muss ich mich selbst noch mit den Strukturen und Arbeitsabläufen vertraut machen. Andererseits hat in Natalia Immel zeitgleich mit mir eine neue Kollegin hier ihre Arbeit aufgenommen, und die muss selbstverständlich auch eingearbeitet werden.
Die Beste von 20
Ricarda Stockhausen ist gelernte Buchhändlerin und hat ihr Studium zur Bibliothekarin (Schwerpunkt: Bibliotheks-Management) mit Diplom abgeschlossen. Vor ihrer Tätigkeit in Hilden (hier war sie für den Bereich Integration zuständig) war sie an der Uni-Bücherei in Wuppertal beschäftigt. In Leichlingen setzte sie sich gegen ca. 20 Mitbewerber durch.
Sie haben an Ihrer ehemaligen Arbeitsstelle noch einige Zeit mit Claudia Lemke gemeinsam in Hilden gearbeitet. Konnte sie Ihnen Tipps geben?
Stockhausen Wir haben nur knapp drei Wochen zusammen in Hilden gearbeitet, nachdem mein Wechsel nach Leichlingen feststand. Da blieb nicht viel Zeit, um sich ausführlich auszutauschen. Allerdings lief es dort eher umgekehrt: Ich habe Frau Lemke meine Aufgaben in Hilden übergeben.
Konnten Sie denn zwischen dem Ende in Hilden und dem Anfang in Leichlingen noch mal abschalten?
Stockhausen Wie man es nimmt: Ich hatte insgesamt drei Wochen frei. Zwei davon habe ich für Urlaub genutzt und eine Woche lang habe ich mich fortgebildet: Ich habe in der Bücherei in Gifhorn hospitiert.
Wie sind Ihre ersten Eindrücke in Leichlingen?
Stockhausen Sehr positiv. Zwar halte ich mich bislang noch etwas mehr im Hintergrund. Aber es gab schon eine ganze Reihe von Kunden, die mich begrüßt und mir viel Glück gewünscht haben.
Haben Sie schon Lücken im Bestand entdeckt, die Sie gerne füllen möchten?
Stockhausen Nein, mit der Ausstattung der Bücherei mache ich mich erst noch vertraut. Aber ich weiß bereits, was ich nicht verändern möchte: die sehr kundenorientierten Abläufe hier. Den guten und persönlichen Umgang in der Leichlinger Bücherei will ich selbstverständlich beibehalten und nach Möglichkeit noch vertiefen.
Stichwort Kunden-Orientierung: Wann ist mit der Einführung der neuen Öffnungszeiten zu rechnen?
Stockhausen Da kann ich mich noch nicht auf ein Datum festlegen. Aber es ist in meinem Sinne, dass die Zeiten so verändert werden, wie es sich die Nutzer wünschen, also auch hin zu einer Öffnung am Samstag. Aber über die personellen Möglichkeiten werde ich erst noch ein Gespräch mit meinen insgesamt acht Mitarbeiterinnen führen, und dann gehen wir das Thema schnellstmöglich an.
Ein anderes Thema rund um die Bücherei ist ihre Vergrößerung.
Stockhausen Ich kenne die Diskussion und würde mich über eine rasche Umsetzung freuen. Allerdings bin ich noch nicht im Detail mit allen Vor- und Nachteilen der jeweiligen Möglichkeiten vertraut. Persönlich halte ich zum jetzigen Zeitpunkt einen Anbau für sehr sinnvoll. Die Kunden kennen den jetzigen Standort, und er wird von ihnen auch geschätzt.
Roman Zilles führte das Gespräch.
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