Leichlingen: Unter Leichlinger Palmen
VON GABI KNOPS-FEILER - zuletzt aktualisiert: 09.07.2007Leichlingen (RPO). Gestern werden sich Brigitte und Edgar Freigeber besonders wohl gefühlt auf ihrer Terrasse. Bei Sonnenschein entfaltet diese grüne Oase besonders viel Charme – unter Leichlinger Palmen...
Von außen würde wohl niemand vermuten, dass sich hinter dem Haus am Burgweg solch ein Kleinod verbirgt. Kein Wunder also, dass sich Brigitte (67) und Edgar (73) Freigeber dort so wohl fühlen, dass sie seit Jahren kaum noch Lust aufs Reisen verspüren. Der erste Blick auf die große, mit Palmen, Zitrus- und Orangenbäumen sowie heimischen Sommerblumen üppig dekorierte Terrasse, versetzt den Betrachter unmittelbar in südliche Gefilde. Eingerahmt wird die hübsche Ansicht durch Birken, Zedern, Ulmen und Ginko. Aber, und das ist das Besondere: Vom Süd-Osten des Anwesens reicht die Fernsicht bis hinüber zur Eifel.
Ihre Oase wird gesucht
Hat Ihnen die Geschichte der Freigebers gefallen? Verfügen Sie auch über eine Oase, die Sie vorstellen wollen? Es kann auch ein schöner Ort in Leichlingen und Leverkusen sein, an dem sie sich gerne aufhalten. Melden Sie sich bei uns in der Redaktion: 02171/ 400919, Mail: „redaktion.leverkusen@rheinische-post.de“
Freunde der Familie wissen es zu schätzen, wenn sie eingeladen sind, um etwa die Kölner Lichter von Freigebers Terrasse aus zu beobachten. Meist wird gleich der Grill angeschmissen, den der Chef des Hauses im maurischen Stil eigenhändig gemauert hat. Zum Nachtisch werden oft süße Früchte aus dem eigenen Garten serviert: An der Hauswand ranken Kiwi-Pflanzen, deren Früchte bald wieder reif sind. Letztes Jahr konnte das Ehepaar 400 Früchte absammeln. Auch die eigenen Feigen schmecken nach den Schilderungen der Hausherren köstlich.
Seit 45 Jahren, dem Jahr ihrer Hochzeit, wohnen die gebürtige Remscheiderin und ihr Ehemann (aus Magdeburg) in dem selbst gebauten Haus. Jahrelang ärgerte sich der ehemalige Fliesenlegermeister über das abschüssige Grundstück, auf dem sich der Rasen nur schwer mähen ließ. Dann hatte er die Nase voll und begann vor etwa zwölf Jahren, den mehr als 800 Quadratmeter großen Garten nach eigenen Ideen völlig neu zu gestalten.
Anfangs fragte einer der beiden erwachsenen Söhne noch: „Papa, baust Du hier einen Abenteuerspielplatz?“ Nach und nach nahm dieser „Spielplatz“ Form an: An die Stelle des Rasens kam ein ansehnlicher Naturteich, in dem Freigeber mit seiner Enkelin im Sommer sogar baden kann. Aber nicht nur Menschen, auch Tiere wie Fische oder Frösche tummeln sich im kühlen Nass. Etwas oberhalb beginnt ein kleiner Bachlauf, der durch Regenwasser gespeist wird.
Mehr als 40 verschiedene Stauden und Büsche wurden auf dem Gelände so verteilt, dass über das Jahr irgendwo und irgendwann immer etwas blüht. Und dort, wo einst die Garagendächer waren, entstand die große Terrasse, auf der sich das Ehepaar vorwiegend im Sommer, wie Brigitte Freigeber sagt, „oft und gerne, am liebsten bis morgens um zwei Uhr“ aufhält.
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