Leichlingen: Vor 45 Jahren Schule verlassen
zuletzt aktualisiert: 19.11.2008Leichlingen (RPO). Die Mädchen schwärmten von Rex Gildo, Ted Herold und Peter Kraus, die Beatles begannen „die Jugend zu verderben“, wie damals die Erwachsenen meinten, als 1963 in der Volksschule Uferstraße 63 Schüler ins Leben entlassen wurden. Nach 45 Jahren haben sich die beiden Klassen des Jahrgangs wieder getroffen, um sich an alte Zeiten zu erinnern oder sich gegenseitig auf den neuesten Stand über die Lebensgeschichten zu bringen.
Es wurde ein langer Abend in der Leichlinger Gaststätte 11B. „Ich habe alle wiedererkannt, auch diejenigen, die bei den letzten Treffen nicht dabei waren“, erzählt Erika Zimmermann, die seit der ersten Zusammenkunft nach 20 Jahren die Adressenliste pflegt. Sie hatte die Einladungen verschickt, das Lokal gebucht, und sie konnte auch Grüße von denen überbringen, die dieses Mal verhindert waren. Sechs aus dem Kreis, von dem auch heute noch viele in Leichlingen und Umgebung wohnen, sind bereits verstorben. Deswegen haben die ehemaligen Mitschüler entschieden, dass man sich künftig in kürzeren Abständen wiedertrifft. Vor dem 50-jährigen Jubiläum soll noch ein weiteres Klassentreffen eingeschoben werden.
Erika Zimmermann nahm die aktuelle Feier zum Anlass, wichtige Ereignisse des Jahres 1963 aufzulisten: Das Grubenunglück von Lengede, der Tod von John F. Kennedy und Edith Piaf, Beginn der deutsch-französischen Aussöhnung durch De Gaulle und Adenauer, Pierre Brice drehte als „Winnetou“, und Sean Connery schickte als 007 „Liebesgrüße aus Moskau“.Zu den Klassenkameraden gehört übrigens auch der Leichlinger Lehrer Otto Büchel, der allerdings nicht teilnahm, weil er Konzerte mit den Bläsern der Kantorei gab. Schulentlassung (nach der achten Klasse) und Konfirmation fielen damals zusammen. Eine Mitschülerin brachte einen Gemeindebrief „Pforte“ von 1963 mit, in dem die Namen aller Konfirmanden aufgelistet waren.
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