Die RP hat die Bayer-Spieler beim 1:3 im Champions-League-Spiel in Valencia unter die Lupe genommen.
Bernd Leno: Produzierte bereits nach wenigen Sekunden seinen ersten folgenschweren Patzer im Bayer-Trikot, der zum 0:1 führte. Bekam in der Folge wenige Möglichkeiten, seinen Fehler wieder gutzumachen. Musste einmal nachfassen und war bei den beiden weiteren Gegentoren machtlos. Note: 5
Gonzalo Castro: Rückte im Vergleich zum Freiburg-Spiel aus dem Mittelfeld auf die Rechtsverteidiger-Position und war von Trainer Robin Dutt im Vorfeld als „internationaler Top-Spieler“ geadelt worden – wegen seiner Vielseitigkeit. Spielerisch blieb er weit hinter diesem Prädikat zurück. War einer der beiden Gründe, warum die rechte Seite Leverkusens schwache Seite warNote: 5
Manuel Friedrich: Stand nicht immer richtig und war nicht immer aufmerksam. Gibt Bayers Defensive mit seiner Unaufgeregtheit aber das, was sie nötig hatte.Note: 4
Foto: Fredrik von Erichsen
Ömer Toprak: Diesmal der präsentere der beiden Innenverteidiger. Wurde vor allem in der ersten Halbzeit kaum einmal im Zweikampf bezwungen und löste manche brenzlige Situation durch ein gutes StellungsspielNote: 3
Michal Kadlec: Der Tscheche hatte seine Seite im Griff, schlug gefährliche Ecken und machte im Gespann mit André Schürrle den linken Teil des Spielfelds zum besseren Teil aus Bayer-Sicht. Note: 3
Lars Bender: Gewann mal wieder den Vergleich mit seinem Nebenmann Simon Rolfes. Mitunter hakte es bei ihm zwar um Spiel nach vorne, allerdings war er insbesondere in der schwachen Anfangsphase einer der wenigen, die für Leverkusener Ballgewinne sorgten, so auch vor dem 1:1Note: 3
Simon Rolfes: Rennt weiterhin seiner Form und zu oft auch den Gegenspielern hinterher. Überließ es regelmäßig Nebenmann Lars Bender, Druck von der eigenen Abwehr zu nehmen und wirkte in einigen Szenen zu langsam Note: 5
Sidney Sam: Er ist der zweite Grund, warum die rechte Seite derzeit abfällt. Bemüht, auch mal was nach hinten zu tun. Im Spiel nach vorne aber völlig uneffektiv und nicht in der Lage, seine Schnelligkeit mal gewinnbringend anzuwenden. Note: 5
Michael Ballack: Ein eher unauffälliges Spiels des Manns mit der Maske. Aber genauso maßgeschneidert wie sein schützendes Utensil im Gesicht war seine Hereingabe vor dem 1:1. Verlieh dem Leverkusener Spiel aber in hektischen Situationen Ruhe und Sicherheit. Note: 3
André Schürrle: Bayers Bester. War überall auf dem Spielfeld zu finden. Hinten wie vorne. Belohnte seine gute Leistung auch mit dem Treffer zum 2:2, den die Schiedsrichter aber fälschlicherweise nicht anerkanntenNote: 2
Stefan Kießling: Dass er sich mal wieder aufrieb, muss nicht erwähnt werden – wird es aber trotzdem. Hing im wahrsten Sinne des Wortes oft in der Luft: weil Leverkusen gerne mal mit hohen Bällen aus der Abwehr oder dem Mittelfeld seinen Ein-Mann-Sturm einsetzen wollte. Stand beim Ausgleichstreffer genau da, wo er den Ball problemlos über die Linie drücken konnteNote: 3
Eren Derdiyok: Der Schweizer kam nach 77 Minuten für Stefan Kießling – als die Partie bereits entschieden und die Luft raus war. Entzog sich einer Bewertung ohne Note
Stefan Reinartz: Ersetzte den angeschlagenen Lars Bender ab Minute 79 und fiel nicht weiter auf. ohne Note
Nicolai Jörgensen: War zwar nur rund sieben Minuten im Spiel – er kam für Sidney Sam. Schaffte es dennoch, sich nicht für weitere Einsätze zu empfehlen. ohne Note