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Bayer 04 Leverkusen: Höchststrafe für „Schnix“

VON UDO BONNEKOH - zuletzt aktualisiert: 16.10.2007

Gestern Dublin, heute München, wenigstens das. Aber wohin Bernd Schneider mit der deutschen Nationalmannschaft auch reist: Das reicht ihm noch längst nicht als Abwechslung, um auf andere Gedanken als die zu kommen, wann er wieder in kurzen Hosen auf dem Platz stehen darf.

Bernd Schneider fällt gegen Wolfsburg aller Voraussicht nach aus.  Foto: ddp, ddp
Bernd Schneider fällt gegen Wolfsburg aller Voraussicht nach aus. Foto: ddp, ddp

Ein paar Tage ohne Ball bedeuten für den in seinen Beruf verliebten Leverkusener Profi schon die Höchststrafe. Und was ist erst, wenn’s gleich Wochen dauern soll mit der Abstinenz? „Mir fällt schon jetzt die Decke auf den Kopf“, sagt Schneider, der nach dem Länderspiel in Irland gleich mit in Bayerns Hauptstadt geflogen ist, um im Kreis von Joachim Löws Auswahl weiter sein lädiertes rechtes Knie behandeln zu lassen.

„Fahrrad auf dem Ergometer fahren, Aquajogging, ein bisschen Krafttraining, Massage“ – daraus besteht gegenwärtig der sportliche Alltag des bald 34-Jährigen. Wie lange er solche Art Qual noch erdulden muss, weiß er nicht. „So fühle ich mich ja ganz gut, aber das Warten nervt eben.“

Was nun genau los ist mit seinem Knie als Folge aus einem kühn geführten Zweikampf in Bayers Partie gegen die Portugiesen aus Leiria, kann er nicht sagen. Dehnung, Reizung, Prellung, gar Faseranrisse im Außenband, wie von DFB-Seite dargestellt? „Ich bin nicht kompetent genug, um das zu beurteilen“, erklärt er knapp. Am Mittwoch nach dem EM-Qualifikationsspiel gegen die Tschechen fährt Schneider jedenfalls mit Klaus Eder, dem Chef-Physiotherapeuten der Nationalelf nach Donaustauf in dessen Reha-Zentrum. Zwei Wochen danach soll „Schnix“ wieder fit sein, so die Prognose.

Bis dahin herrscht Alarm in Leverkusen und Angst vor weiteren Ausfällen. Denn in diese Zeit fallen drei Spiele von höchster Bedeutung. Samstag ist Dortmund der Gegner, Donnerstag danach ist der erste Termin in der Uefa-Cup-Gruppenphase mit den Franzosen aus Toulouse, am Samstag drauf folgt das Treffen mit dem Meister in Stuttgart. Für Trainer Michael Skibbe und seinen Assistenten Peter Hermann ist das eine Periode fürs Personal-Puzzle, an womöglich wünschenswerte Rotation lässt sich da nicht denken. Arturo Vidal als Youngster hoch beansprucht, Pirmin Schwegler für länger verletzt, Carsten Ramelow noch ohne Praxis, Vratislav Gresko immer mal wieder angeschlagen. Und gestern musste Stefan Kießling wegen Wadenbeschwerden die Praxis von Dr. Müller-Wohlfahrt in München aufsuchen. Michael Skibbe kann sich momentan nicht wohlfühlen.

Quelle: RP

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