Bayer Leverkusen geht gegen Wettbetrüger vor: Hotline für Profis bei Kanzlei eingerichtet
zuletzt aktualisiert: 23.09.2008 - 16:31Leverkusen (RPO). Fußball Bundesligist Bayer Leverkusen hat im Kampf gegen den Wettbetrug im internationalen Fußballgeschäft zusätzliche Vorbeuge-Maßnahmen ergriffen.
Dazu gehört auch die Möglichkeit für die Bayer-Profis und -Angestellten, sich bei einer Kölner Strafrechtskanzlei auf einer Hotline zu melden und Informationen preiszugeben.
"Diejenigen, die in Versuchung geführt werden sollen oder Kenntnis von Vergehen erhalten, können ihre Informationen hinterlassen. Es gilt Mandantenschutz, das heißt, ohne Weitergabe von Namen", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser; die Anonymität des Informanten ist gewährleistet.
Entscheidend sei, die Hemmschwelle für die Spieler zu senken, Informationen über mögliche Manipulationen preiszugeben. Auch bei großen Unternehmen seien sogenannte "Compliantsstellen" mit Erfolg eingerichtet worden, daran habe sich die Bayer 04 Fußball-GmbH orientiert.
"Natürlich vertraue ich unseren Spielern. Natürlich ist keiner von ihnen an Manipulationen beteiligt oder steht unter Doping-Verdacht. Trotzdem ist keiner davor gefeit, von Betrügern angesprochen zu werden. Und in solchen Situationen wollen wir helfend eingreifen", teilte der Bayer-Boss mit.
In den Arbeitsverträgen der Bayer-Profis wird zudem verankert, dass Hinweise auf Vergehen wie Doping oder Wettbetrug "sofort der Geschäftsführung mitzuteilen sind". Dies sei in Absprache mit den Spielern und allen Verantwortlichen "als eine der Hauptpflichten in den Arbeitsverträgen festgeschrieben" worden, so Holzhäuser.
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