Bayer 04 Leverkusen: Immer mit der Ruhe
VON UDO BONNEKOH - zuletzt aktualisiert: 16.11.2007Für Bernd Schneider ist nach neun Wochen Abwesenheit die Partie gegen Duisburg kein zwingendes Datum für das Comeback bei Bayer. „Ich spiele nur, wenn alles in Ordnung ist.“
Er hat ganz sachte wieder angefangen. Ein bisschen laufen. Mal etwas vor den Ball schlagen. Und viel Pflege. Nur kein Risiko. Der Körper muss sich erst mal wieder an die Anforderungen gewöhnen. Neun Wochen hat sich Bernd Schneider nun im Krankenstand bewegt.
Und niemand hat nach dem Zusammenprall mit einem Portugiesen im Uefa-Cup-Hinspiel gegen Leiria auch nur geahnt, dass sich die Verletzung am rechten Knie so lange hinziehen könnte. Jetzt, nach derart ausgedehnter Absenz im Punktekampf in Bundesliga und internationalem Wettbewerb, kommt es auf sieben Tage mehr oder weniger bis zu Schneiders Comeback auch nicht mehr an.
Wissen um Gefahren
Klar, die Partie gegen den MSV Duisburg nach der Meisterschaftspause ist ein scharf ins Auge gefasstes Datum für die Rückkehr des Mittelfeldspielers ins Bayer-Team. „Aber ich kann im Moment nicht sicher sagen, dass ich dann dabei bin. Ich spiele nur, wenn alles in Ordnung ist und ich topfit bin“, sagt „Schnix“, der Ballkünstler, der im Augenblick nach ein paar Übungseinheiten keine Schmerzen im Gelenk verspürt. Mit der Ruhe hat es der Fahrensmann wohl auch deshalb, weil er um die Gefahren weiß, die einem zu frühen Einsatz nach der Rekonvaleszenz innewohnen.
Heute wird Schneider noch mal mit einer wegen der Länderspiele arg reduzierten Leverkusener Belegschaft trainieren. Morgen und am Sonntag hat er frei wie alle anderen auch. Wobei der Samstag für ihn als Dienst-Tag sowieso nicht gelegen käme, da feiert er Geburtstag.
Der Thüringer vollendet sein 34. Lebensjahr. Der Alterspräsident im Kader ist er trotzdem nicht, so lange Sergej Barbarez noch da ist. Wegen seines Wiegenfestes verzichtet Schneider auch auf einen Besuch bei der Nationalmannschaft, die in Hannover auf die Zyprioten trifft. Da reicht ja auch ausnahmsweise das Fernsehen. Vielleicht fährt er in der nächsten Woche mal nach Frankfurt, um sich im Kollegenkreis der Löwschen Auswahl sehen zu lassen.
Mit Schneider zählt Trainer Michael Skibbe neun Profis bei den Übungseinheiten. Der Rest ist ausgeflogen und kehrt frühestens am Donnerstag vorm Treffen mit den Not leidenden Duisburgern nach Leverkusen zurück. Aufgefüllt zur Mannschaftsstärke wird die Gruppe gelegentlich durch A-Junioren wie zuletzt durch Marcel Risse und Bastian Oczipka. Die Zeit nutzt Leverkusens Coach zu Spiel- und Laufformen, die sich im kleinen Kreis besonders intensiv einstudieren lassen. Zudem kann sich Stürmer Michal Papadopulos, der sich in Stuttgart einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, wieder langsam an übliche Belastungen heranarbeiten.
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