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Stefan Kießling Panorama Jubel ap 2009
  Foto: AP, AP

Bayer 04 Leverkusen: Kantersieg gegen schwache Eintracht

VON UDO BONNEKOH - zuletzt aktualisiert: 06.11.2009 - 22:28

Bayer Leverkusen hat zum Auftakt des zwölften Bundesliga-Spieltages gezeigt, wieso es ganz oben an der Tabellenspitze steht. Die Werkself fackelte gegen Eintracht Frankfurt ein Feuerwerk ab und schickte die Hessen mit einer 4:0 (3:0)-Packung nach Hause. Damit setzte sich Leverkusen mit nunmehr 26 Punkten von den Verfolgern ab.

Stefan Kießling (2.) mit Saisontor Nummer acht, Stefan Reinartz (6.) und Toni Kroos (11.) schraubten das Ergebnis mit dem Blitzstart auf 3:0. Den Schlusspunkt setzte Lars Bender vier Minuten nach seiner Einwechslung in der 86. Minute.

Michael Skibbe ist ein netter Mensch, ausnehmend höflich und rhetorisch beschlagen. Das ist bekannt, und dieser Ruf haftet dem 44-jährigen Fußball-Lehrer nicht erst an, seit er seinen Dienst in Leverkusen versehen hat.

Nun hat Skibbe, der aktuelle Trainer der Eintracht, dem Ex-Klub in alter Verbundenheit einen dicken Stein durchs Fenster geworfen. "Bayer wird Meister", klang es aus dessen Mund vom Main rheinabwärts als erste Option auf den Titel.

Die Leverkusener zeigten sich gemäßigt begeistert von dieser kühnen Prognose, weil sie seit Wochen heimgesucht werden von personellen Problemen ­– aktuell angefangen mit A wie Adler (er musste am Freitag wegen einer Augen-Entzündung passen) bis R wie Renato Augusto, der sich am Samstag in Brasilien wegen Kalkablagerungen im linken Bein einem Eingriff unterzieht und eine geraume Zeit ausfallen wird.

Info

Leverkusen: Giefer - Schwaab, Friedrich, Hyypiä, Castro - Vidal (89. Zdebel), Reinartz - Barnetta (88. Gekas), Kroos - Kießling, Derdiyok (82. Bender). - Trainer: Heynckes

Frankfurt: Fährmann - Franz, Vasoski, Russ, Spycher - Schwegler - Teber (88. Steinhöfer), Bajramovic - Caio (22. Korkmaz) - Meier, Liberopoulos (73. Fenin). - Trainer: Skibbe

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Tore: 1:0 Kießling (2.), 2:0 Reinartz (6.), 3:0 Kroos (11.), 4:0 Bender (86.)

Zuschauer: 30.000 (ausverkauft)

Beste Spieler: Reinartz, Barnetta, Kießling -

Gelbe Karten: - Bajramovic, Korkmaz

Die Leverkusener, die zuletzt die Begegnungen in Hamburg, gegen Dortmund und auf Schalke nur unentschieden hatten gestalten können, setzten sich über alle potenziellen Schwierigkeiten hinweg und schickten die erbärmlich desolate Eintracht mit einem fast deklassierenden 4:0 heim nach Hessen.

Das erste Thema für diese Partie schien schon früh festzustehen. Wie also würde sich Fabian Giefer als Adlers Vertreter schlagen, ein 19-Jähriger, der bislang ein Länderspiel mit den deutschen U18-Junioren als Nachweis von Qualität in seiner Vita stehen hat?

Der Bundesliga-Debütant aus der Eifel hat sich kaum auszeichnen können, weil sich die Eintracht so gut wie keiner Offensive befleißigte. Dafür machten die Frankfurter durch das von sich reden, was eine Abwehr sein sollte vor dem bedauernswerten Ralf Fährmann.

Als der junge Ex-Schalker den ersten Ball richtig zu fassen bekam, stand es schon 3:0 für die Leverkusener, die null Rücksicht nahmen auf diesen völlig indisponierten Gegner.

Michael Skibbe mochte gar nicht hinsehen vor lauter Scham. Die Zuschauer aber beklatschten die vielen flotten Passagen des Spitzenreiters, der allerdings das Spiel für die Galerie auch nach dem Geschmack von Trainer Jupp Heynckes zeitweise ein bisschen übertrieb. Stefan Kießling (achtes Saisontor), Toni Kroos, Tranquillo Barnetta und Außenverteidiger Gonzalo Castro vor allem bewegten sich nach Belieben in der Offensive.

Fotos