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Stefan Kießling Bayer Leverkusen Jubel Panorama 2010 ap
  Foto: AP, AP

Bayer 04 Leverkusen: Kießlings Kopfarbeit

VON STEFAN KLÜTTERMANN - zuletzt aktualisiert: 01.02.2010

Nach zwei torlosen Monaten entpuppte sich das Spiel gegen den SC Freiburg zu einer Partie, die wie gemalt war für den Bayer-Stürmer. Er rackerte, ging weite Wege, holte sich einen Brummschädel und öffnete mit seinem Treffer die Tür zum 3:1-Erfolg.

Erst sah es gar nicht danach aus, als sollte dieser 31. Januar ein guter Tag für Stefan Kießling werden. Bayers Top-Torjäger vergab aus aussichtsreicher Position, verstolperte Bälle wie in vergessen geglaubten Zeiten und holte sich zu guter Letzt bei einem Zusammenprall einen schmerzhaften Brummschädel.

Nach den 90 Minuten und einem 3:1 gegen Freiburg lachte "Kies" dann zufrieden bis über beide Ohren und ließ sich bereitwillig vom Kollegen Toni Kroos während eines TV-Interviews necken.

Die ersten hatten schon angefangen, daran zu erinnern, dass Kießlings letztes Tor vom 29. November (4:0 gegen Stuttgart) stamme. Dieser Hinweis besaß gestern eine Haltbarkeit von 36 Minuten. Spätestens als der große Blonde den Ball vor den Augen seiner stürmischen Vorgänger im rot-schwarzen Trikot, Paulo Sergio und Paulo Rink, zum 1:0 in die Maschen köpfte, war die Welt wieder in Ordnung. "Zum Glück ist die torlose Phase vorbei" sagte Kießling hinterher. "Obwohl, wenn ich nicht getroffen hätte, hätten wir ja auch gewonnen."

Kießling hatte auf tiefem Boden (René Adler: "Das war wie auf dem Aachener Weiher.") gerackert, war weite Wege gegangen und hatte sich in jeden Zweikampf geworfen. Im Nachhinein war es eine Partie wie gemalt für den 26-Jährigen. "Toni hat nach dem 1:0 gesagt, ich sei doch bekloppt, mit meinem Brummschädel noch Kopfbälle zu machen", sagte Kießling in den Katakomben und grinste.

16 Punkte haben die Leverkusener nun Vorsprung auf Werder Bremen. Die sind Sechster und damit auf dem ersten Platz, der nicht für den internationalen Wettbewerb qualifiziert.

"Aber es bleibt dabei, es bringt nichts, wenn wir im Sommer sagen können, wir waren nach 20 Spieltagen oben dabei. Wir wollen nach 34 Spieltagen unter den ersten Fünf sein", sagte Ersatzkapitän Manuel Friedrich. Das Wort "Meisterschaft" nahm gestern keiner in den Mund. Auch wenn Jupp Heynckes später vielsagend verkündete, es gebe eine interne und externe Sicht der Dinge.

Zum dritten Mal hatten die Bayern jetzt mit einem Sieg vorgelegt, zum dritten Mal hatte Bayer mit einem Sieg gekontert. "Vielleicht sollten wir anfragen, ob wir gegen Bochum auch erst sonntags ran dürfen", scherzte Kießling.

Quelle: RP

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