Bayer Leverkusen: Leverkusen trauert dem Gruppensieg nach
VON STEFAN KLÜTTERMANN - zuletzt aktualisiert: 08.12.2011 - 07:55Leverkusen (RP). Im Moment der Enttäuschung spendete der Blick hinüber nach Dortmund Trost im Leverkusener Lager: "Es gibt sicherlich Mannschaften, die gerne mit uns tauschen würden", sagte Michael Ballack mit Blick auf das Europapokal-Aus des BVB.
Der 35-Jährige und seiner Mitstreiter von Bayer 04 stehen dagegen im Achtelfinale, aber weil sie durch das uninspirierte 1:1 bei Schlusslicht Genk den Gruppensieg noch herschenkten, gehen sie in die K.o.-Runde im Frühjahr eben nur als Juniorpartner eines Top-Clubs aus der Kategorie von Barcelona oder Madrid.
Auf "20 bis 30 Prozent größer" hatte Leverkusens Trainer Robin Dutt im Vorfeld die Chancen auf das Erreichen des Viertelfinals bemessen, sollte man Platz eins in der Gruppe verteidigen können. Dann wäre man auf einen Zweitplatzierten getroffen und hätte zunächst auswärts antreten dürfen.
Bei Belgiens Meister hätten wohl 20 oder 30 Prozent mehr Leistungsbereitschaft von Dutts Profis locker gereicht, um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen. So blieb im Nachgang aber lediglich die Erkenntnis: "Wir haben uns zu früh gefreut" (Gonzalo Castro) und der erwartbare Verweis, diese Gruppe mit Chelsea und Valencia zu überstehen, hätte man sicherlich vorher sofort unterschrieben.
Mit nur einer Niederlage in den vergangenen acht Spielen hält Bayers zarter Aufwärtstrend weiter an. Die nächste Bewährungsprobe wartet am Samstag (18.30 Uhr) bei Hannover 96. Und am Freitag drauf entscheidet sich in Nyon der Achtelfinalgegner. "Wir müssen es nehmen, wie es kommt", sagt Michael Ballack. Nach Dienstag sowieso.
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