Üble Entgleisung vom Leverkusener Friedrich: Nationalspieler beleidigt 1. FC Köln
zuletzt aktualisiert: 08.12.2007 - 20:53Köln/Leverkusen (RPO). Ausgerechnet ein Nationalspieler von Bayer Leverkusen hat den rheinischen Fußball-Rivalen 1. FC Köln schwer beleidigt und verhöhnt. Vor der Leverkusener Fan-Kurve baute sich Verteidiger Manuel Friedrich auf und grölte in ein Megaphon: "Scheiß FC Köln...".
Geschehen ist dies nach dem Abpfiff des Leverkusener Sieges im Uefa-Cup-Spiel gegen Sparta Prag, in dem Bundesligaprofi Friedrich den Siegtreffer zum 1:0 erzielte. Nicht nur die Anhänger des rheinischen Rivalen aus der 2. Liga sind empört - eine ganze Stadt fühlt sich brüskiert. "Ich hätte mir von einem Nationalspieler mehr Besonnenheit gewünscht", meinte Kölns Manager Michael Meier noch sehr dezent.
Schließlich ist der Hintergrund brisant. Erst neulich gab es Ausschreitungen bei einem Oberliga-Spiel zwischen den Zweitvertretungen der beiden Vereine. 181 "Fans" wurden danach festgenommen. Die Rivalität, die sich in den vergangenen Jahren auf den sportlichen Bereich reduziert hatte, treibt nun wieder böse Blüten.
Bayer-Sportdirektor Rudi Völler entschuldigte sich prompt bei den Kölnern: "Es war bestimmt nicht böse gemeint, aber so was sollte nicht passieren." FC-Präsident Wolfgang Overath reagierte sachlich: "Friedrich kennt die Verhältnisse scheinbar nicht. Leverkusen hat eine tolle Mannschaft, aber wir sind nunmal der große Verein mit einer großen Tradition in dieser Region." Friedrich kam vom FSV Mainz nach Leverkusen.
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