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Bayer 04 Leverkusen: Parallelität der Ereignisse

VON STEFAN KLÜTTERMANN - zuletzt aktualisiert: 04.02.2010 - 16:57

In Bochum spielt Bayer 04 am Samstag erstmalig in der Rückrunde zeitgleich mit der Konkurrenz aus München und Schalke. Trainer Jupp Heynckes freut sich über die Rückkehr von Gonzalo Castro. Die Startelf bleibt dieselbe.

Stefan Reinartz.  Foto: ddp
Stefan Reinartz. Foto: ddp

(RP) Draußen, vor dem Stadion, ist eine Spezialfirma mit Namen „Colonia” gerade dabei, die provisorischen Büro-Container abzubauen und abzutransportieren. Drinnen, in der BayArena, sitzt Jupp Heynckes und erklärt mit Blick auf das anstehende Auswärtsspiel beim VfL Bochum (Samstag, 15.30 Uhr), warum seine junge Mannschaft bisher so vorzüglich mit dem Druck des Gejagten zurechtgekommen ist.

„Eine Truppe mit so vielen Nachwuchsspielern wie unsere kann nicht in jeder Spielminute perfekt funktionieren”, sagt Heynckes und meint die Schrecksekunden, die sich sein Team in allen drei Rückrundenpartien gegen Mainz, in Hoffenheim und gegen Freiburg gönnte, um anschließend hellwach seine Fähigkeiten in Tore und Siege umzumünzen.

Nun spielt Bayer erstmals in diesem Jahr parallel zur Konkurrenz aus München, einem „Team, das uns ja hinterherhechelt” (Heynckes mit einem Augenzwinkern), und der Magath-Truppe des FC Schalke 04.

Heynckes vertraut einmal mehr derselben Startelf, auch wenn Gonzalo Castro nach überwundenem Jochbeinbruch wieder zurück in den Kader rückt. „Michal Kadlec weiß selbst, dass er zuletzt nicht sehr gut gespielt hat, aber er braucht nach seiner langen Pause noch Zeit”, sagt Heynckes. Auf die Bank setzt Heynckes den Tschechen deswegen aber noch lange nicht. Junge Spieler, die sich professionell verhalten und hochmotiviert sind, dürften auch Fehler machen, sagt der Bayer-Coach. Das habe er immer so gehalten.

Stefan Reinartz ist jung, hochmotiviert ­- und macht kaum Fehler. Deswegen verwundere ihn es nicht, dass der Mittelfeldspieler schon mit der Nationalelf in Verbindung gebracht wird. „Warum sollte Stefan sich nicht weiter empfehlen?”, fragt Heynckes rhetorisch.

Neben Castro steht auch Thomas Zdebel nach Knie-OP vor der Rückkehr in den Kader. In Bochum nicht dabei sind dagegen Lukas Sinkiewicz (Grippe) und Afrika-Cup-Rückkehrer Hans Sarpei (hat erst einmal trainiert). Sami Hyypiä setzte am Freitag wegen einer Erkältung aus, sein Einsatz ist aber nicht in Gefahr. Samis Leistungen, sagt Heynckes, seien ein gutes Beispiel dafür, dass der gesamte Defensivverbund gut arbeite. „Natürlich antizipiert er vieles, aber die anderen lassen auch keine Lücken entstehen, so dass Sami kaum in Laufduelle kommt”, sagt Heynckes.

Zum Schluss offenbart Heynckes eine Schattenseite seines Berufs: Er habe sich zu Saisonbeginn alle Gegentore der Vorsaison auf CD brennen lassen und angeguckt. Die Klitschko-Brüder würden sagen „Schwere Kost!”


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