Bayer 04 Leverkusen: Schneider - Comeback als Freischaffender
VON RALPH ELSEN - zuletzt aktualisiert: 14.03.2009 - 11:32Der Nationalspieler Schneider darf sich seine Position aussuchen, wenn er heute mit Bayer Leverkusens Regionalliga-Team auf SF Lotte trifft. Für „Schnix“ geht ein Jahr Leidenszeit zu Ende.
Bei ihm dürften jetzt so langsam Spannung und Kribbeln einsetzen. Es ist ja auch schon fast ein Jahr her, dass Bernd Schneider letztmals in einem Pflichtspiel gegen den Ball getreten hat. Am 13. April 2008 kam der 81-malige Nationalspieler zuletzt in der Bundesliga für die Leverkusener zum Einsatz, beim 3:0-Erfolg gegen die Stuttgarter war das.
Kurz darauf wurde bei Schneider ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert, und keine zwei Wochen später wurde er an der Halswirbelsäule operiert. Jetzt, so scheint es, wird „Schnix“ sein Comeback nach vielen schweren Monaten feiern, heute Nachmittag im Trikot von Bayers Regionalliga-Fußballern gegen SF Lotte (14 Uhr, Kölner Südstadion).
„Der Bernd ist bereit für seinen Einsatz“, sagt Trainer Ulf Kirsten, den der Edeltechniker schon vor Wochen darüber informiert hatte, seine ersten Schritte in der Praxis nach langer Zeit des Leidens in der vierten Liga unternehmen zu wollen. Was seine Position auf dem Platz angeht, so hat der mittlerweile 35-Jährige die völlig freie Wahl.
„Bernd kann da spielen, wo er möchte“, betont Kirsten. Zu vermuten ist, dass Schneider gegen den tüchtigen Aufsteiger den Posten des „Zehners“ besetzen wird, also den freischaffenden Part im offensiven Mittelfeld.
Schon in der vergangenen Woche wäre ein Einsatz des Thüringers ein Thema gewesen, doch die Partie in Dortmund fiel ins Wasser. Gleiches soll gegen Lotte nicht passieren, auch wenn der Rasen des Südstadions, auf dem Fortuna Köln am Mittwoch noch ein Spiel bestritt, ziemlich mitgenommen sein dürfte nach den anhaltenden Regenfällen.
„Wir wollen unbedingt spielen. Bislang haben wir neun Wochen trainiert und nur eine Begegnung ausgetragen. Langsam nervt es“, sagt Bayers Co-Trainer Dirk Dreher. Die Leverkusener müssen auf ihre angeschlagenen Offensivkräfte Sascha Marquet (Muskelfaserriss) und Robert Scannewin (Verdacht auf Bänderriss) verzichten. Maciej Zieba wird vermutlich in die Spitze rücken.
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