Bayer Leverkusen: Werkself rechnet mit minus 17,2 Grad
VON ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 01.12.2010 - 12:20Die bittere Kälte in Trondheim treibt vor der Europa-League-Partie der Fußballer von Bayer 04 gegen Rosenborg BK seltsame Blüten. So trat Trainer Jupp Heynckes mit beheizten Fußball-Schuhen zum Abschlusstraining im Lerkendal-Stadion an.
Dort werden heute Abend (21.05 Uhr/Live-Ticker) womöglich minus 17,2 Grad erwartet. Diese Temperatur wurde zumindest gestern Abend am Rande des Tronheim-Leverkusener Banketts auf dem Platz gemessen: 24 Stunden vor der Halbzeitpause um 22 Uhr.
Derweil sind Helfer des norwegischen Klubs damit beschäftigt, den Rasen in bestmöglichen Zustand zu bringen. Dazu decken sie Teile des Platzes mit einer Folie ab, blasen warme Luft drunter, um das Eis von der Oberfläche zu vertreiben. Ein Mitarbeiter Rosenborgs beteuerte am Rande des Bayer-Trainings, das einzig Hans-Peter Lehnhoff in kurzer Hose bestritt, dass die Rasenheizung ihr Möglichstes tue.
23 Grad erzeuge diese in 15 Zentimeter Tiefe. Auch die Balljungen seien angewiesen, heute Abend die Bälle, die sie bereithalten, in ihren Arme bestmöglich zu wärmen. Ein Grund für eine Spielabsage sei aber auch die Kälteperiode – so tiefe Temperaturen sollen seit Beginn der Trondheimer Wetteraufzeichnung vor 222 Jahren zu diesem Zeitpunkt nicht geherrscht haben – nicht. Seit mehr als 20 Jahren sei bei Rosenborg kein Spiel wegen Schnee und Frost abgesagt worden. So soll es auch heute bleiben.
Nicht mit von der Partie wird Nationaltorhüter Rene Adler sein. Die Leverkusener Nummer eins musste das Training am Dienstagabend wegen eines Hexenschusses im Lendenwirbelbereich nach nur 20 Minuten abbrechen und fällt für das Spiel in Trondheim aus. Ersatzkeeper Fabian Giefer ersetzt Adler in Norwegen.
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