Leverkusen: 1238 Jecke feierten mit "Käthe"
VON ULRICH SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010Leverkusen (RPO). 22 Jahre Präsidentschaft von Käthe Steinke, 50 Jahre Karnevalsgesellschaft Klinikum Leverkusen, 1238 närrische Gäste auf der Jubiläumssitzung: Gestern stieg in der Smidt-Arena ein Fest der Freude.
KÄTHEHAUSEN Das war ein herrliches Bild in der Smidt-Arena: 120 Kölsche Funken rut-wieß vun 1823 mit Musikzug führten Käthe Steinke zur Bühne. Die Spitzenfrau der Karnevalsgesellschaft Klinikum feierte gestern am Abend ein selten jeckes Jubiläum: 22 Jahre Präsidentin der KG Klinikum – einmalig in Leverkusen und drumherum. Und noch ein Festanlass: 1960 begann der "Sitzungskarneval" der Krankenhauslück – in einem Partykeller.
Für das außergewöhnliche Fest hatten sich die Karnevalisten mächtig ins Zeug gelegt: Statt kuscheligem Lindenhof war die Rundsporthalle erstmals Ort der jecken Sitzung. Wo sonst um Tore und Körbe gekämpft wird, saßen 1238 Gäste (Lindenhof: 600) und vergnügten sich am fünfstündigen Programm mit anschließender Tanzparty.
Tolle Mannschaftsleistung
Trotz großzügigem Ambiente blieben die Klinikum-Lück auf dem Teppich. Der Eintrittspreis lag unverändert bei 23 Euro. Das Pittermännchen bekam der Gast für 55 Euro, auch die übrigen Preise blieben auf Lindenhof-Niveau. Möglich wurde dies und die fantasievolle Ausstattung der Sporthalle durch viel Eigenleistung, Hilfe der "Jecken Schützen Schlebusch" und eine gute Zahl von Sponsoren, sagte gestern KG Klinikum-Vorsitzender Rolf Janyga: Tische aufstellen, Dekoration, Theken und Buffet, "das haben wir alles selbst gemacht."
Die quirlige Klinikum-Präsidentin hatte eine Überraschung im Programm: Zusammen mit der Tanzgruppe "Die Schlebuscher" wollte sich "Käthe" einen Traum erfüllen und sich durch die Luft wirbeln lassen. "Wenn man sieht, wie die jungen Mädchen mit einer Leichtigkeit durch die Luft segeln und von ihren Offizieren hochgeworfen werden, das will man dann auch einmal erleben", sagte die Präsidentin.
Steinke als fliegendes Mariechen
Groß passieren konnte bei diesem "Sonder-Mariechen-Stunt" dank der starken Schlebuscher nichts, zumal der "Chefarzt" von Currenta (Bayer-Lanxess-Firma), Dr. Harald Bischof (Leiter ärztliche Abteilung), als Ehrengast und eine ganze Riege von Klinikum-Ärzten im Saal saßen. Der große und verspätete Einzug in den Rundsporthallen-Saal sorgte kurz drauf für die erste Programmänderung: Guido Cantz kam nicht pünktlich auf die Bühne, die Gruppe "De Räuber" drängelten auch. Folge: "Dä Mann für alle Fälle" zog ohne Auftritt von dannen. Machte nix, das dankbar närrische Volk stand schon in der ersten Stunde auf den Stühlen und ließ es sich gut gehen. Die ganz in weiß gekleidete "Käthe" befand: "Das ist einfach geil." Für den furiosen Abschluss hingen 2000 Luftballons unter der Hallendecke.
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