Leverkusen: 1500 Bayer-Leuten droht Kurzarbeit
zuletzt aktualisiert: 24.01.2009Leverkusen (RPO). 1500 der 5500 Mitarbeiter von Bayer MaterialScience (BMS) in Deutschland können ab Februar von Kurzarbeit betroffen sein – vorausgesetzt, die Verhandlungen, die am Montag beginnen, laufen darauf hinaus.
Die Kunststoff-Säule des Bayer-Konzerns, die unter anderem für die Autobranche produziert, hat mit sehr schlechter Auftragslage und dementsprechend einer zu geringen Produktionsauslastung zu kämpfen und hatte sich 2008 ohnehin zum Sorgenkind entwickelt, weil die Gewinne nicht prächtig ausfielen, während die Bayer-Säulen CropScience und Health Care zulegten.
Bisher gab es Gespräche zu verschiedenen Maßnahmen gegen die Krise. Ab kommenden Montag drehen sich die Verhandlungen konkret um Kurzarbeit. Die würde, die rasche Bearbeitung durchs Arbeitsamt vorausgesetzt, für die NRW-Standorte Leverkusen, Dormagen, Uerdingen ab Februar greifen, für Brunsbüttel ab Mai.
Auch an den ausländischen Standorten sind "Sondermaßnahmen" im Gange oder in Planung. Weltweit hatte BMS Wartungen vorgezogen, Produktionen gedrosselt oder temporär stillgelegt. Geamtbetriebsratsvorsitzender Thomas de Win forderte von der Bayer-Führungsetage die Prüfung aller Möglichkeiten zur Beschäftigungssicherung.
"Es muss doch eine intelligente Lösung zu finden sein, die einerseits zu der notwendigen Entlastung des Unternehmens beiträgt, andererseits aber auch die Belastung der Kollegen in Grenzen hält", wird er zitiert. Im Gespräch sind auch "Einschnitte" für leitende Mitarbeiter. Details gab's nicht.
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