Leverkusen: 28 Raser am Wochenende auf der A1 erwischt
VON ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010Leverkusen (RPO). Für 600 Kilometer Autobahn ist das Kölner Polizeipräsidium zuständig. Die Strecke der A 1 zwischen Leverkusen und Remscheid gehört zu den problematischsten Abschnitten.
Daher waren dort am Wochenende sechs Beamte in drei Schichten mit drei zivilen Wagen unterwegs, um Temposünder zu ertappen. Die Polizisten waren erfolgreich: 28 Mal. "In sieben Fällen müssen die Fahrer ihren Führerschein abgeben", erläutert Georg Dissen, Leiter der Kölner Autobahnpolizei. 21 Personen kommen mit einer Geldbuße davon.
Zwar ging 2009 die Zahl der Unfälle im Verantwortungsbereich des Kölner Präsidiums gegenüber dem Vorjahr zurück (von 10 648 auf 10 192). Aber auf den A 1-Abschnitt von Leverkusen Richtung Nordosten ist diese Verbesserung laut dem Chef der Kölner Verkehrsdirektion Helmut Simon nicht zurückzuführen. Zwar trügen an der unschönen Entwicklung die Baustellen in dem Abschnitt eine gehörige Mitschuld. Allerdings wollen die Ordnungshüter nicht abwarten, bis diese wieder verschwunden sind.
"Wir werden weiterhin und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Geschwindigkeitsübertretungen vorgehen", kündigt Dissen an. Dazu gehört neben stationären Einrichtungen der Einsatz von zivilen Einsatzwagen. Ein weiterer Unfall-Schwerpunkt liegt ebenfalls auf Leverkusener Stadtgebiet: das Autobahn-Kreuz. Hier allerdings scheint dem Problem mit Tempo-Überwachungen nicht beizukommen zu sein. "Durch die vielen Verflechtungen dort kommt es immer wieder zu Unfällen", ergänzt Dissen.
Reduzierung durch Überwachung
Abseits der Autobahnen hat sich im vorigen Jahr ein neuer Unfall-Schwerpunkt in Leverkusen herauskristallisiert. Nachdem zuvor der Willy-Brandt-Ring besonders auffällig war, ist es nun die Gustav-Heinemann-Straße. "Die Zahlen sind nicht so hoch wie an Brennpunkten in Köln. Aber wir sind optimistisch, durch Überwachungen eine deutliche Reduzierung zu erreichen", sagt Simon und bezieht in die Einschätzung den Brandt-Ring ein.
Auch in Opladen sei die Unfallhäufigkeit "zu hoch", ergänzt er. "Aber es gibt hier keinen Schwerpunkt, die Unfälle verteilen sich auf den gesamten Stadtteil."
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