Leverkusen: 72 Schweinegrippe-Fälle in Leverkusen
zuletzt aktualisiert: 25.07.2009Leverkusen (RPO). Die Schweinegrippe hält die Stadt weiter fest im Griff. Sieben weitere Menschen wurden in dieser Woche positiv auf das H1N1-Virus getestet. "Es handelt sich dabei sowohl um Rückkehrer aus dem Urlaub, als auch um so genannte autochthone Fälle, also Menschen, bei denen der Infektionsweg nicht klar ist", teilt die Stadt in einem Schreiben mit.
Damit sind insgesamt seit Juni 72 Leverkusener an der so genannten neuen Grippe erkrankt. Der städtische Fachbereich Gesundheit berichtet aber, dass die Krankheit bei allen Betroffenen unproblematisch verlaufe.
Geändert haben sich mittlerweile die Quarantänerichtlinien für diese Form der Grippe. Die Weltgesundheitsorganisation stellte fest, dass eine weitere Ausbreitung weltweit nicht mehr einzudämmen ist. Deswegen wurden die Regelungen für Deutschland angepasst. Heißt: Es werden jetzt erheblich weniger Menschen unter Quarantäne gestellt, wenn das Virus entdeckt wurde. Heißt: Zumeist werden nur noch der Betroffene und engste Kontaktpersonen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko unter Quarantäne gestellt.
Als im Frühjahr die ersten Fälle hierzulande aufgetreten waren, hatten die Verantwortlichen noch eine andere Strategie gefahren: die der Nachverfolgung und Isolation möglichst vieler Kontaktpersonen. "Das hat dazu beigetragen, die Verbreitung der Neuen Grippe A/H1N1 zu verzögern", schreibt die Stadt. "Ziel aller Quarantänemaßnahmen ist es jetzt, Infektionen bei Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko und Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen zu verhindern."
Das bedeutet: Quarantänemaßnahmen werden in Leverkusen nur für Kontaktpersonen 1. Grades ausgesprochen, die Kontakt zu besonders schutzbedürftigen Personen haben, etwa Säuglinge, Schwangere, Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen oder Gruppen mit einem erhöhten Ausbruchsrisiko wie Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäuser.
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