Alkenrath: Alkenrather wollen Straßensanierung stoppen
VON PETER KORN - zuletzt aktualisiert: 03.02.2011Alkenrath (RPO). Die Zeichen stehen auf Sturm für die heutige Sitzung der Bezirksvertretung III (16 Uhr, Villa Wuppermann): Unter Punkt elf der Tagesordnung findet sich ein Antrag Alkenrather Bürger, die fordern, dass die von den städtischen Technischen Betrieben (TBL) für dieses Jahr geplante Fahrbahnsanierung in der Bernhard-Letterhaus-Straße, der Nikolaus-Groß-Straße sowie der Theodor-Haubach-Straße auf einen Zeitpunkt nach 2015 verschoben wird.
Hintergrund: Die Anwohner beklagen einerseits, dass sie im Zuge der Maßnahme auch die Überprüfung ihrer Kanalanschlüsse – sonst erst 2015 fällig – vorziehen müssen. Außerdem sind sie jedoch seit dem 1. Januar diesen Jahres gehalten, sich mit 70 Prozent an den Sanierungskosten zu beteiligen (bisher lediglich 50 Prozent). Und schließlich halten sie die Sanierung für überzogen. "Anstatt die Oberfläche abzuziehen und eine neue Teerdecke aufzubringen, wollen die TBL die Straße bis zum Erdmittelpunkt auskoffern und so instand setzen, dass sie für das Befahren mit Panzern geeignet ist", beklagt ein Anwohner, der namentlich nicht genannt werden will. Und das bei Straßen, in denen Tempo 30 gelte und kein Durchgangsverkehr verzeichnet werde.
TBL-Chef Reinhard Gerlich wehrte gestern ab. "Die Maßnahme ist in unserem Straßeninstandsetzungskonzept vorgesehen", erklärte er. Man sei den Anwohnern schon entgegengekommen, indem auf die ursprünglich geplante Anpflanzung von Bäumen verzichtet werde (das Gelände grenzt ohnehin an den Bürgerbusch). Und auch bei den Kanalanschlüssen hätten die TBL dafür gesorgt, dass es für die Anlieger dank gemeinsamer Aufträge günstiger werde.
Die Alkenrather überzeugt das keineswegs. 42 Unterschriften umfasst die Liste der Protestler. Die Stadtverwaltung empfiehlt den Bezirksvertretern jedoch, den Bürgerantrag abzulehnen. Die Straßenoberfläche weise zahlreiche Risse auf und sei insbesondere am Wendehammer so weit aufgelöst, dass schon die Schotterschicht zu sehen sei. Für den Fall finanzieller Engpässe hätten die TBL zinsgünstige Kreditangebote mit Sparkasse und Volksbank bis zu 20 000 Euro abgestimmt, heißt es weiter: Das empfinden einige der betroffenen Anwohner schlicht als Hohn.
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