Leverkusen: Angehübschtes Mäntelchen für alte Dame
zuletzt aktualisiert: 02.04.2008Leverkusen (RPO). Alles anders ab sofort bei Bayers Vorzeige-Medikament Aspirin. Der Konzern hat die Tabletten-Schachtel „gepimpt“, wie es neudeutsch so schön heißt. Man könnte auch sagen aufgepeppt, angehübscht, flottgemacht.
Für den Wiedererkennungswert bleibt’s natürlich bei den angestammten Stammfarben grün-weiß. Aber sonst ist’s irgendwie schlanker in der Schrift, geschwungener in den Linien, doppelt in der Anzahl der abgebildeten Tabletten. Und das Bayer-Kreuz sitzt nicht mehr mittig links, sondern oben links – siehe Foto.
Grund für die Packungs-Politur: „Das neue Packungsdesign macht die einzelnen Produkte, zum Beispiel die Migräne- von der Schlucktablette, klarer unterscheidbar.“ Ach so? Schön, dass nach Jahren dieses bisher uns unbekannte Problem gelöst ist (Wir hatten bisher immer gelesen, welche Anwendung auf der Packung drauf steht.)
Noch etwas Feines zeichnet die alte Dame Aspirin jetzt aus: ein neues Tabletten-Faltschachtel-System mit einem raffinierten Öffnungmechanismus, teilt der Konzern mit. Kurz: Bayer macht Mike Krüger überflüssig. „Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche ziehen und mit der kleinen Kurbel“ – von wegen. Jetzt lässt sich das Schächtelchen mit einer Hand öffnen. Das ist in der Tat praktisch, weil man dann in der anderen Hand das Getränk halten kann, das den Einsatz von einer Aspirin erst zwingend erforderlich macht.
Hat man’s auf, das Schächtelchen, gibt’s noch was Neues Altes: Auf dem Blister, der Sichtverpackung, prangt das Bayer-Kreuz. Doch nicht alles anders.
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