Leverkusen: Arbeits-Statistik: Zukunft für den Erzieher-Beruf
VON MASCHA DINTER - zuletzt aktualisiert: 21.09.2009Leverkusen (RPO). Während in vielen anderen Bereichen Stellenmangel herrscht, müssen sich die Kindertagesstätten bald umschauen: Bis 2013 sind sie verpflichtet, für 30 Prozent der unter Dreijährigen eine Betreuung anzubieten. Dies wird dazu führen, dass bundesweit 50 000 zusätzliche Erzieherinnen benötigt werden. Auch die Stadt Leverkusen wird dem Regierungsbeschluss nachkommen müssen.
Rainer Gurk vom Fachbereich Kinder und Jugend sagt: "Zwar wird frühestens Anfang 2012 ein neuer Kindergarten in Leverkusen eröffnet. Dennoch kann ich Ihnen sagen, dass Erzieherin ein Beruf mit Zukunft ist. Wie allerdings die 50 000 Stellen auf einmal besetzt werden sollen, ist mir bei der dreijährigen Ausbildung für den Beruf ein Rätsel".
Auch Krankenpfleger gefragt
Neben Erzieherinnen werden in Leverkusen derzeit vor allem Bürofachkräfte, Schweißer, Hilfskräfte im Metallbereich, Sozialpfleger und Kranken- und Altenpflegekräfte gesucht.
Eine Erholung nach der Wirtschaftskrise ist aber noch nicht in Sicht: Zwar ist in Leverkusen ein leichter Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr erkennbar. Dennoch lag die Zahl der Arbeitslosen im August bei 7443. Damit nicht genug: Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte das Stellenangebot um mehr als 50 Prozent. Zwischen Juli und August diesen Jahres wurden nur 256 Stellen angeboten.
Fluktuation durch Mutterschutz
"Im Bereich der kaufmännischen Berufe besteht fast immer Bedarf. Dies hängt damit zusammen, dass der Frauenanteil dort höher ist. Und da viele Frauen zum Beispiel in den Mutterschutz gehen, herrscht in diesem Bereich eine ständige Fluktuation", erklärt Ortwin Walter von der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach.
Auch im Rheinisch-Bergischen Kreis ist die Lage insgesamt nach wie vor angespannt: Derzeit gibt es dort 9709 Arbeitslose. Das Stellenangebot sank im Vergleich zu 2008 um 33 Prozent. Eine Ursache hierfür liegt darin, dass besonders im Kreisnorden viele Betriebe sitzen, die von der Wirtschaftslage der Automobilindustrie abhängig sind.
Im August waren in Bergisch Gladbach und den angrenzenden Kommunen noch 330 Stellen unbesetzt. Hier wurden insbesondere Lager- und Versandkräfte, Altenpfleger, Maler und Lackierer sowie Elektoinstallateure und Friseure gesucht.
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