Leverkusen: Auermühle: der letzte Triathlon
VON CHRISTINA WAGEMANNS - zuletzt aktualisiert: 30.08.2010Leverkusen (RPO). Drei Wettbewerbe, hunderte Teilnehmer: Zum Leverkusen-Triathlon herrschte gestern im Freibad Auermühle wieder Hochbetrieb. Die achte Auflage von Volks-, Kurz- und Staffeltriathlon wird wohl die letzte an diesem Ort gewesen sein.
Schlebusch Karsten Hippe beäugt kritisch den Start der vierten Volkstriathlon-Gruppe am Beckenrand in der Auermühle. Der 37-Jährige startet beim diesjährigen 8. Leverkusen-Triathlon als einer von rund 530 Teilnehmern. Die Teilnehmer können zwischen dem Volkstriathlon für Anfänger, dem Kurztriathlon mit der doppelten Strecke für Trainierte oder dem Staffeltriathlon, bei dem sich drei Athleten die Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen teilen, aussuchen.
Hippe, der eigentlich Marathonläufer ist, hat sich für den Volkstriathlon entschieden. Er muss somit 500 Meter schwimmen, 22,8 Kilometer radfahren und fünf Kilometer laufen. "Das ist eine schöne Abwechslung", sagt er. Ein Zeitziel hat sich der 37-Jährige mit der Startnummer 630 aber nicht gesetzt. "Hauptsache ich falle nicht vom Fahrrad", sagt er und lacht.
Stadtmeisterschaftene
Männer:
1. Lutz Rthstein, 1:10,13
2. Martin Czernik, 1:10,44
3. Hans-Jürgen Gabel, 1:12,21
Frauen:
1. Andrea Wagner, 1:24,48
2. Michaela Emundts, 1:36,25
3. Doren Siegert, 1:36,39
Buchhorn gibt den Startschuss
Es ist 9.40 Uhr. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn gibt den Startschuss für die vierte Gruppe der Volkstriathleten. Ein Meer aus roten, gelben, grünen sowie mit englischen und amerikanischen Flaggen versehenen Badekappen schwimmt los. "Es sind sechs bis acht Leute in einer Bahn", sagt Hippe. "Das ist zum Teil sehr eng. Hier hat man keinen Platz in der Breite, wie beispielsweise in Badeseen."
Diesen Platz wird die elfte Auflage des Leverkusen_Triathlons möglicherweise aber bereits nächstes Jahr haben. "Für den Fall, dass die Auermühle aus finanziellen gründen geschlossen wird, haben wir bereits nach einem neuen Domizil gesucht", sagt Georg Boßhammer, Leiter des Sportparks. Doch einen geeigneten Platz hat der Veranstalter nur am Hitdorfer Badesee möglicherweise gefunden. "Alles andere kommt nicht in Frage", sagt Boßhammer. "Wir werden mit Triathlon-Spezialisten über den Hitdorfer See beraten." Auf der Internetseite des Sportparks kann bereits über den Hitdorfer See als neuer Veranstaltungsort abgestimmt werden. "Dreiviertel der Leute sind dafür", berichtet Boßhammer.
Nach 1:54:40 Stunde läuft Boris Stein als erster Kurztriathlet über die Ziellinie. Die Freibad-Liegewiese hat sich zwar mittlerweile in eine Schlammwüste verwandelt, doch Stein ist glücklich. Nachdem er beim Schwimmen hinter seinem Mitkonkurrenten Till Schramm aus dem Wasser lief, konnte er diesen bei der ersten Radrunde überholen. Beim Laufen baute er den Vorsprung auf letztlich vier Minuten aus. Dritter wurde Daniel Hägen.
Nur mit dem Wetter gehadert
"Es ist schade, dass das Wetter nicht mitspielt", sagt Boßhammer und zeigt auf die leere Liegewiese. "Diese ist sonst voller Zuschauer." Und auch viele Teilnehmer sind letztlich noch abgesprungen. "Fast zwanzig Prozent sind bei dem Wetter lieber im Bett geblieben", sagt Klaus-Peter Laux vom Sportpark.
Während Stein und Schramm sich bereits im Versorgungsbereich erholen können, wird es für Karsten Hippe jetzt ernst. Der Startschuss fällt, der 37-Jährige schwimmt kraftvoll los . . .
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