Leverkusen: Baudezernent Mues soll neuer WGL-Chef werden
VON PETER KORN - zuletzt aktualisiert: 16.02.2011Leverkusen (RPO). Fast täglich gehen bei der Stadt Leverkusen zurzeit Bewerbungen für den Chefposten bei der städtischen Wohnungsgesellschaft WGL ein. Doch offenbar gibt es auch einen aussichtsreichen verwaltungsinternen Kandidaten: den derzeitigen Baudezernenten Wolfgang Mues.
Bis 28. Februar läuft die Ausschreibung noch: In großen Anzeigen sucht die Stadt einen Geschäftsführer (oder eine Geschäftsführerin) mit "umfassenden Kenntnissen im bauwirtschaftlichen Sektor". Des weiteren werden verlangt:
- fachliche Kompetenz, das Unternehmen als wichtigen Akteur in Städtebau und Stadtentwicklung zu positionieren;
- Führungsarbeit, die sich durch Kooperationsbereitschaft, Entscheidungssicherheit, Team-Orientierung und Berufserfahrung in der Leitung größerer Organisationseinheiten auszeichnet;
- langjährige Erfahrungen in der Beratung kommunalpolitischer Gremien;
Qualitäten, wie sie Wolfgang Mues mitbringt? Wie unsere Zeitung aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, hätte der Baudezernent im Falle seiner Bewerbung durchaus Chancen auf den WGL-Posten.
Während Mues gestern erklärte, "zu diesem Thema kann und werde ich mich jetzt nicht äußern", wurde sein oberster Dienstherr, Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, schon etwas deutlicher. "Ich weiß, dass Herr Mues sich mit dem Gedanken trägt, sich zu bewerben", bestätigte der Verwaltungschef. Und er machte keinen Hehl daraus, dass er den Wechsel seines Baudezernenten auf den Chefsessel der WGL gerne sähe: Buchhorn bescheinigt Mues, ein "großer Baufachmann" zu sein: "Herr Mues hätte das Baugesetzbuch geschrieben haben können, wenn es nicht schon andere getan hätten."
Bevor eine Entscheidung in dieser Frage getroffen werde, prüfe die Stadt aber selbstverständlich alle Bewerbungen sorgfältig, hieß es weiter. Die letzte Entscheidung trifft der Leverkusener Stadtrat.
Der Posten des WGL-Chefs war frei geworden, nachdem der bisherige Geschäftsführer Heiko Leonhard im Oktober vergangenen Jahres völlig überraschend aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt angekündigt hatte.
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