Opladen: Bauverein Opladen plant "Edeka-Markt"
VON GABI KNOPS-FEILER - zuletzt aktualisiert: 20.06.2009Opladen (RPO). "Wir haben alle Hände voll zu tun" schilderte Bernd Fass, Geschäftsführer des Gemeinnützigen Bauverein Opladen (GBO) am Rande der Hauptversammlung. Die Bauarbeiten zwischen Remigius-Kirche und dem ehemaligen Möbelhaus Kockenberg und die Planungen für einen Neubau an der Herzogstraße laufen. Die GBO wird in der nächsten Woche aber dazu weitere Grundstücke kaufen. Dabei handelt es sich um eine Gaststätte auf 650 Quadratmeter großem Grundstück (Düsseldorfer Straße 43). Sobald der Stadtrat Leverkusen zugestimmt hat, soll der benachbarte (AGO-)Park samt 1300 Quadratmeter Grundfläche von der Stadt in GBO-Besitz übergehen.
Kneipe wird abgerissen
Zusammen mit den im März gekauften Gebäuden Düsseldorfer Straße 39/41 ist der GBO dann Eigentümer fast des gesamten Areals zwischen Düsseldorfer-, Gerhart-Hauptmann- und Günther-Weisenborn-Straße. "Als erstes werden die alten Häuser an der Düsseldorfer Straße, die das Stadtbild verschandeln, abgerissen", sagte Fass.
Man habe in den letzten Monaten viele Gespräche geführt, um den jahrelangen Stillstand an der Düsseldorfer Straße zu beenden. Anzustreben sei eine Lösung für den Gesamtbereich unter Einbeziehung des Parkhauses Kantstraße. Wie kann diese aussehen? "Wir denken zum Beispiel an den Bau eines Nahversorgungsmarktes wie Edeka, in Verbindung mit Wohnungsbau und Anbindung an das Parkhaus", erklärte Fass.
GBO baut Holz-Kraftwerk
Aber nicht nur Bautätigkeiten stehen im Fokus des Bauvereins. Vielmehr sei auch die "künftige Energieversorgung unseres Bestandes von zentraler Bedeutung", so Fass. Erdwärme werde schon jetzt in Neubauten eingesetzt. Das Objekt Düsseldorfer Straße werde sogar als eines der größten Projekte dieser Art in NRW mit regenerativer Energie ausgestattet. Zudem sei der Einsatz zentraler Heizkraftwerke und der Bau eines Holzschnitzel-Heizkraftwerkes im Frühjahr 2010 vorgesehen.
Vorerst sollen nur die Gebäude an der Vereinsstraße mit dieser Energie versorgt werden. Bei so vielen Vorhaben bleibt die Frage nach der Finanzierung nicht aus. Der GBO steht gut da. Das Geschäftsjahr 2008 wurde mit einem Bilanzgewinn von 123 661 Euro beendet. Somit erhalten die Mitglieder eine Dividende von vier Prozent. Im Rahmen der GBO-Hauptversammlung wurde der Aufsichtsrat gewählt: Ihm gehören an: Rudolf Hoss, Ottfried Schneider und Dirk Löb an.
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