Leverkusen: Bayer-Konzern präsentiert Geschäftsergebnis
VON ULRICH SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 28.02.2011 - 08:21Der Bayer-Konzern präsentiert am heutigen Montag sein Ergebnis für das Geschäftsjahr 2010. Das Unternehmen habe die angekündigten Ziele erreicht, heißt es in einer gerade verbreiteten Pressemitteilung. Sorgenkinder waren die Teilkonzerne HealthCare und vor allem CropScience, die laut Bayer „unter den Erwartungen“ blieben.
MaterialScience erholte sich dagegen laut Unternehmensangaben „stark“ und lag schon im zweiten Quartal 2010 auf dem Umsatzniveau von 2008. Den Konzernumsatz 2010 steigerte Bayer um 12,6 Prozent (währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 8,0 Prozent) auf den „Rekordwert“ von 35,1 Milliarden Euro. Und: „Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserten wir um 9,7 PRozent auf 7,1 Milliarden Euro.“
Das Konzernergebnis 2010 sackte gegenüber 2009 um 4,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro durch. Grund für die Verschlechterung: Sonderaufwendungen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro, verursacht nach Unternehmensangaben vor allem durch „außerplanmäßige Abwertungen und Rechtsfälle“. (Im Detail: 957 Millionen Euro für außerplanmäßige Abwertungen, 703 Millionen Euro für Rechtsfälle und 62 Millionen Euro für Restrukturierungen.) Damit betrage das Ergebnis je Aktie 1,57 Euro, 2009 waren es 1,70 Euro pro Aktie.
Für das laufende Jahr setzt Bayer auf einen Ergebnisanstieg von 10 Prozent je Aktie. „Die Netto-Finanzverschuldung konnten wir durch einen nochmals verbesserten operativen Cashflow um 1,8 Milliarden Euro auf 7,9 Milliarden Euro senken“, teilt Bayer mit. Diese Zahlen wird Bayer-Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers heute auf seiner ersten Bilanz-Pressekonferenz ab 10 Uhr in Leverkusen präsentieren. „Bayer ist operativ auf Kurs“, wird der neue Konzernchef sagen. Beitragen soll dazu auch der angekündigte weltweite Personalabbau und die Konzentration auf Evolution statt Verwaltung.
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