Leverkusen: Bayer senkte 2006 die Treibhausgas-Emissionen
VON ULRICH SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 11.07.2007Leverkusen (RPO). Der Bayer-Konzern hat nach eigenen Angaben vergangenes Jahr die produktbezogenen Emissionen um 2,6 Prozent gesenkt (Gesamtbilanz). Dies gab Vorstandsvorsitzender Werner Wenning bei der Vorstellung des „Bayer-Nachhaltigkeitsberichts 2006“ gestern bekannt. Das rund 100 Seiten starke Dokument weist die direkten und erstmals auch die indirekten Treibhausgas-Emissionen aus.
Dabei zeigt das Leverkusener Weltunternehmen neben den meist öffentlich diskutierten umweltrelevanten Zahlen auch viele Details zum sozialen Status von Bayer auf. Beispiel Lieferanten: Sie werden weltweit überprüft, ob sie von Bayer festgelegte oder international anerkannte Standards einhalten – etwa das Verbot der Kinderarbeit (bei Baumwollsaatgut-Herstellern in Indien), das Einhalten von Vorschriften zum Umweltschutz und für die Arbeitssicherheit.
Bayer kaufte vergangenes Jahr für 13 Milliarden Euro ein. Darunter fallen 500 000 Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen von rund 40 000 Unternehmen. Die potenziellen Lieferanten werden vom Konzern informiert, dass auch die Prinzipien der Menschenrechte und der Korruptionsbekämpfung, einzuhalten sind.
Der Leser des Nachhaltigkeitsberichts erfährt einige Daten über:
– Abfall: Das Abfallvolumen fiel von 1,3 Millionen Tonnen pro Jahr in 2002 auf 0,65 Millionen in 2006. Auch die Zahlen für „gefährlichen Produktionsabfall“ nennt Bayer.
– Abwasser: Die Belastung durch Nitrate und Ammoniumstickstoff nahm zu. Bayer nennt als Grund eine Kapazitätserweiterung in Dormagen und mehr Abwasser-Rückstände aus der Abluftreinigung der Bayer-Sondermüllverbrennung in Bürrig. Die so genannte Stickstofffracht bewege sich aber auf „sehr niedrigem Niveau“, so der Konzern. Auch die Werte der anderen Abwasserbelastungen stiegen an.
– VOC-Emissionen (flüchtige organische Verbindungen, die zu Smog und bodennahem Ozon beitragen): Der Ausstoß dieser Stoffe sank um 15 Prozent, wobei laut Bayer vor allem eine Optimierung der Anlage in Vapi (Indien) dazu beitrug. Auch deshalb sank die Summe der ozonschädigenden Substanzen um 25 Prozent gegenüber 2005.
Die Summe der durch Bayer zu verantwortenden Treibhausgas-Emissionen blieb unverändert. Unter Berücksichtigung der höheren Produktionsmengen sanken die Emissionen laut Bayer zwischen 2004 und 2006 um 13 Prozent-
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