Leverkusen: Bayer setzt mit Pilotanlage auf CO2
zuletzt aktualisiert: 17.02.2011 - 11:18Der Bayer Konzern hat eine Pilotanlage für Kunststoff-Herstellung in Betrieb genommen. Bei der Herstellung entsteht ein chemisches Vorprodukt, in das CO2 eingebunden und zu Polyurethanen weiterverarbeitet wird, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.
Das klimaschädliche Abgas CO2 findet so nachhaltige Verwertung als Rohstoff und Erdöl-Ersatz. "Es besteht hier die Chance, Deutschland als einen Marktführer für solche Technologien zu etablieren und uns damit eine Führungsrolle im internationalen Wettbewerb zu sichern", sagte Bayer-Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Plischke am Donnerstag in Leverkusen.
Das neue Verfahren leistet in verschiedener Hinsicht einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. So kann sich der Einsatz von Kohlendioxid unter anderem als Alternative zum Erdöl erweisen, aus dem die Chemieindustrie bislang hauptsächlich das wichtige Element Kohlenstoff gewinnt. Auch Polyurethane selbst haben einen positiven Effekt für die Einsparung von Energie und den Schutz des Klimas. Bei der Dämmung von Gebäuden gegen Kälte und Wärme etwa sparen sie rund 70 Mal mehr Energie ein, als für ihre Herstellung aufgewendet wird.Quelle: ila
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