Leverkusen: Bayer-Zentrale zieht nicht nach Berlin
VON ULRICH SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 16.08.2008Leverkusen (RPO). Diese Mitteilung wäre der ultimative Schock: „Die Bayer-Zentrale zieht nach Berlin.“ Seit Lanxess-Chef Axel C. Heitmann das Verlegen seiner Zentrale nach Köln verkündet hat, halten Leverkusener Politiker alles für möglich, zumal sich die Berufszeit des Bayer-Vorstandsvorsitzenden Werner Wenning dem Ende zuneigt.
Gestern beruhigte der Konzernchef mit einem auch persönlichen Bekenntnis zu Wiesdorf: „Leverkusen ist ein sehr guter Standort für unsere Konzernführung, hier fühlen wir uns gut aufgehoben, und es gibt keine Überlegungen, die Konzernleitung zu verlagern.“ Zweite Kernaussage: „Bayer und Leverkusen sind in vielen Teilen der Welt – von der Wirtschaft bis zum Sport – als ein gemeinsamer Begriff bekannt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Begriff ,Bayer Leverkusen’ trennen könnte.“
Bayer sei mit dem Standort und mit Leverkusen sehr stark verwurzelt. Deshalb bekenne sich Bayer klar zu Leverkusen. Wenning: „Von hier aus hat sich das Unternehmen zur heutigen Größe entwickelt.“
Auch sonst ist Wenning zufrieden. Die internationalen Flughäfen Köln und Düsseldorf seien gut erreichbar. Die Autobahnanschlüsse seien herausragend günstig und die Entfernung zum nächsten ICE-Bahnhof sei kurz und vertretbar.
Ganz wichtig für den Vorstandschef: „Wir schätzen die räumliche Nähe von Unternehmensspitze und Funktionen wie Marketing, Produktion, Technik und Services.“
Lanxess-Chef Heitmann stuft dagegen den Imagegewinn eines Firmensitzes in Köln höher ein als den Nachteil der Trennung von Konzernsitz und Produktion.
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