Leverkusen: „Mende und die SPD sind im freien Fall“
VON ULRICH SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 15.12.2008Leverkusen (RPO). Gert Weyland (Mitglied Freie Wähler OWG-UWG) reagierte leicht empört auf die jüngsten Äußerungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Walter Mende. Er hatte die Fraktion OWG-UWG als „Fraktion der politischen Diebe“ bezeichnet. Damit wollte Mende bewerten, was er beispielsweise von den Fraktionswechseln der Ratsherren Michael Schmidt (Ex-SPD) oder Alfred Mertgen (Ex-Bürgerliste) zur OWG-UWG-Fraktion hält.
„Mann mit Mut und Rückgrat“
Weyland konterte in einem Brief: „Darf man einen Michael Schmidt, ehemaliger SPD-Vorsitzender, der wegen der von ihm benannten Missstände in der Leverkusener SPD ebendiese verließ, als Dieb bezeichnen?“ Der Wechsel sei legal. Alfred Mertgen wird von Weyland als „Mann mit Mut und Rückgrat“ bezeichnet. Mertgen habe schließlich den Bürgerlisten-Chef (E. Schoofs) erst „wegen dessen Machenschaften“ bei der Staatsanwaltschaft angezeigt und dann mit dem Austritt aus der Bürgerliste die Konsequenz gezogen.
Kritik an „Doppelmoral“
„Interessant“ findet Weyland die „Doppelmoral“ der SPD. Als Mertgen der Bürgerliste den Rücken gekehrt hatte, sei es gerade die SPD gewesen, von der Mertgen umworben wurde. Weyland: „Damals war er für die SPD wohl noch kein Dieb und wenn, hätte man dann die SPD der Hehlerei beschuldigen können?“ Für Weyland ist klar: „In den Worten des Dr. Mende ist die schiere Angst vor der Kommunalwahl zu spüren, sonst würde er nicht so massiv und unangemessen gegen die Freien Wähler sprechen.“
Weylands Fazit: „Die SPD ist im freien Fall.“ Das wisse Mende. Der Bürriger Werner Schmidt ergänzt: Es war „Mendes Angstschrei“ vor einem Wahlergebnis von unter 20 Prozent für die SPD.
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