Leverkusen: Berufskolleg kooperiert mit Privathochschule
VON MONIKA KLEIN - zuletzt aktualisiert: 12.06.2008Leverkusen (RPO). Dieser Kooperationsvertrag ist ein Meilenstein auf dem Weg, eine bessere Durchlässigkeit im Bildungswesen zu schaffen. Deswegen hatte Werner Peters, Leiter des Kaufmännischen Berufskollegs an der Bismarckstraße, auch den Oberbürgermeister zur feierlichen Vertragsunterzeichnung eingeladen. Ernst Küchler war gerne gekommen, weil ihm Bildungspolitik ohnehin am Herzen liegt, und weil es sich um ein Leuchtturmprojekt für die Region handelt.
Als Partner setzte Professor Birger Lang, Dekan der privaten Europäischen Fachhochschule Brühl (EUFH) seine Unterschrift auf den Vertrag, von dem nun beide Seiten profitieren sollen. Profitieren werden vor allem Absolventen des Städtischen Berufskollegs, die sich nach ihrem Abschluss als staatlich geprüfter Betriebswirt weiter qualifizieren wollen. Wenn sie sich nach dem Abschluss des dreijährigen Bildungsgangs an der EUFH einschreiben, wird nämlich ein Teil ihrer Ausbildung dort anerkannt.
Das spart viel Zeit, denn sie können sofort ins vierte Semester einsteigen. Das bedeutet, das Fachstudium halbiert sich für sie. Sechs Semester sind dort im „General Management“ vorgesehen, dann folgt ein halbes Prüfungssemester mit dem „Bachelor of Arts“-Abschluss.
Zunächst habe man die Kooperation mit der staatlichen Fachhochschule in Köln gesucht, erzählte Werner Peters. Doch die habe sich sehr viel weniger flexibel gezeigt, so dass man nicht zum Ergebnis kam. Mit der privaten Hochschule habe es dann bestens geklappt. Genau haben beide Seiten die Lerninhalte abgeglichen. So wurden Doppelungen vermieden und die Ausbildung für die Studierenden deutlich effektiver gestaltet. „Ich kenne Ihre Hartnäckigkeit“, meinte Küchler mit Blick auf den Leiter des Berufskollegs, „solche Menschen brauchen wir.“
Auf die Studenten kommt ein durchstrukturierter Lehrplan zu. Sie werden an zwei Abenden pro Woche und 14-tägig samstags in der Kölner Außenstelle am Volkspark unterrichtet. Kosten: 330 Euro pro Monat. Vertretbar, meint Peters. Denn es handele sich um eine berufsbegleitende Ausbildung, die steuerlich absetzbar sei. Für den Regierungsbezirk Köln ist die Kooperationsvereinbarung einmalig.
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