Opladen: Bolzplatz: Bürgermeister Busch kritisiert Schule
VON PETER KORN - zuletzt aktualisiert: 26.11.2009Opladen (RPO). In der Debatte um eine Öffnung des Bolzplatzes der Theodor-Heuss-Realschule hat Bürgermeister Friedrich Busch (FDP) jetzt noch einmal nachgelegt. In der Bezirksvertretung II griff der Politiker die Schule an. "Völlig hysterisch" sei die Reaktion auf seinen Vorstoß gewesen, auch die Allgemeinheit in die Nutzung der Sportanlage einzubeziehen, erklärte Busch. Leitung, Lehrer und Eltern der Theodor-Heuss-Realschule hatten sich empört über Buschs Antrag gezeigt, den Platz an Nachmittagen und Wochenenden für die Allgemeinheit zu öffnen. Sie hatten unter anderem darauf verwiesen, dass der Platz hauptsächlich in Eigenleistung durch den Förderverein errichtet worden ist. Er sei außerdem unverzichtbar für den Sportunterricht, gerade auch angesichts der zurzeit gesperrten Sporthallen.
Mit dem Argument, der Platz sei mit dem Geld des Fördervereins geschaffen worden, blockiere die Schule jede Form der öffentlichen Nutzung, bemängelte Busch: "Das ist nicht im Sinne der Kinder." Gleichwohl zog er seinen Antrag zurück.
Grünen-Bezirksvertreter Martin Keil erklärte, eine interfraktionell besetzte Arbeitsgruppe solle sich nun darum bemühen, nach Möglichkeiten für einen anderen Bolzplatz in der Nähe zu suchen. Hans-Erich Hofmann (SPD) nannte die von der Stadtverwaltung angekündigte Sperrung der Bielert-Sporthalle um weitere acht Monate einen Skandal. "Ich bitte die Verwaltung dringend zu überprüfen, ob Planungs- und Sanierungsarbeiten wirklich so lange Zeit in Anspruch nehmen müssen." Dies sei Schulen und Vereinen nicht zuzumuten.
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