Leverkusen: Bratapfelfest am Scheideweg
VON STEFAN SCHNEIDER - zuletzt aktualisiert: 04.12.2007Leverkusen (RPO). Das Leichlinger Bratapfelfest steht am Scheideweg. Welcher Standort ist zukunftsfähig, lautet die Frage, mit der sich der Wirtschaftsförderungsverein (WIV) als Ausrichter wohl früher oder später ernsthaft wird befassen müssen.
Fakt ist: Die Veranstaltung erfreut sich immer größerer Beliebtheit, was am Samstagabend dazu führte, dass es mitunter arg eng wurde auf dem Gelände an Montanusstraße und Busbahnhof. Dass der WIV dennoch vor einem Umzug ins Brückerfeld zurückschreckt, ist verständlich. Die Gefahr, dass die für das Bratapfelfest typische heimelige Atmosphäre auf dem großen Marktplatz verloren geht, ist nicht zu leugnen.
Andererseits leidet die Atmosphäre auch, wenn sich die Besucher wegen Überfüllung kaum vom Fleck rühren können. Genau dies wurde am Wochenende von einigen Seiten kritisiert – teilweise gipfelnd in Bemerkungen wie „Das tue ich mir nicht mehr an“. Gerade dies aber wäre sehr bedauerlich, denn das Bratapfelfest gehört zweifelsohne zu den stimmungsvollsten Ereignissen in der Blütenstadt.
Ein guter Ansatz ist die bereits praktizierte Ausdehnung des Festes auf Teile des Busbahnhofgeländes. Doch hier sind Grenzen gesetzt. Vielleicht könnte der alte Teil des Stadtparks künftig einbezogen werden. Beim Bürgerfest zum Stadtjubiläum wurde diese Option schon gezogen – für den historischen Handwerkermarkt. Dass der Boden bei schlechter Witterung schnell matschig wird, sollte keine unüberwindbare Hürde darstellen. Abdeckplatten oder Rindenmulch könnten verhindern, dass die Besucher nasse Füße bekommen.
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