Leverkusen: Buchhorn bei Bayer-Chef
zuletzt aktualisiert: 30.11.2010 - 12:52Leverkusen (RPO). Es war ein Treffen unter ungünstigen Vorzeichen, das Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn gestern zu seinem ersten offiziellen Termin mit dem neuen Bayer-Vorstandsvorsitzenden Dr. Marijn Dekkers zusammenführte. Denn sowohl das Stadtoberhaupt als auch der Konzern-Chef hatten ihrer Belegschaft in der vergangenen Woche einen Stellenabbau verkünden müssen, wenn auch in anderen Dimensionen.
Bei der Stadt geht es um 34 Arbeitsplätze, bei Bayer um 1700 allein in Deutschland. „Wir kämpfen gewissermaßen an ähnlichen Fronten“, erklärte der Oberbürgermeister im Anschluss an das Treffen. Er habe von Dekkers einen hervorragenden Eindruck gewonnen. „Ich schätze ihn in seiner direkten Art“, sagte Buchhorn.
Der Bayer-Chef habe ihm die Notwendigkeit für die personellen Umstrukturierungen erläutert. Und Buchhorn freute sich, dass er ihm bei dieser Gelegenheit ausdrücklich versichert hatte, es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben: „Niemand bekommt einen Blauen Brief in der Vorweihnachtszeit.“
Außerdem habe Dekkers ihm versichert, die jetzt diskutierte Maßnahme sei auf keinen Fall ein Einstieg in einen möglichen Abschied von Leverkusen. „Der Standort“, resümierte Buchhorn, „ist nicht in Gefahr“.
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