Leverkusen: Businessclub startet mit Trommelwirbel
VON SEBASTIAN LAULE - zuletzt aktualisiert: 17.01.2008Leverkusen (RPO). Ein Businessclub ist in der Stadt. Das klingt zunächst nach vornehmen Herren in schwarzen Anzügen, die bei einem Glas Cognac über die neuesten Aktienkurse und Steuerzahlungen debattieren. Am Dienstagabend stellte sich der Businessclub Leverkusen/ Rhein Berg im Schloss Morsbroich potenziellen Interessenten vor.
Laut seiner Satzung ist es neben der Förderung der Zusammenarbeit der Unternehmen das Ziel, seinen Mitgliedern aus Politik, Wirtschaft und Kultur die Plattform für einen sinnvollen Gedankenaustausch zu bieten. Allerdings soll er auch Refugium zum Entspannen und Abschalten sein.
Der Eröffnungsabend stand eher im Zeichen des Letzteren. Im meergrün schimmernden Gartensaal herrschte eher Lounge-Atmosphäre, als die Kühle, in der man die knallharte Geschäfts-Debatte vermutet. „Wir möchten anders sein als reine Unternehmernetzwerke“, betonte die Vorstandvorsitzende des Clubs, Bettina Küppers, „uns geht es um eine fruchtbare Zusammenarbeit von regionalen Unternehmen, Kultur und Kommunalpolitik. Wir wollen Macher, die mit Kreativität und Innovation etwas für die Stadt bewegen wollen.“ Bisher zählt der Club 20 Mitglieder.
Anders als üblich verlief denn auch die Begrüßung der 130 geladenen Gäste. Alle unterbrachen verwundert ihre angeregten Gespräche, als elf junge Leute mit Trommelwirbel das vorbereitete Podium stürmten. Die Percussion-Combo „Notausstieg“ der Musikschule gab eine lautstarke und wirbelnde Kostprobe ihres Könnens als Willkommensgruß – das war nicht unbedingt „business as usual“.
Die folgenden üblichen Laudationen schon eher. Oberbürgermeister Ernst Küchler versprach eine intensive Zusammenarbeit mit der Politik, und Dr. Markus Heinzelmann, Leiter des Museums Schloss Morsbroich, lobte das Konzept und freute sich – freilich – über die Auswahl des Ortes für die Clubtreffen, das Restaurant im Schloss.
Kaum war der Applaus für den letzten Redner verklungen, eilten eifrige Kellner mit reichlich beladenen Tabletts herein – in der Businesssprache heißt so etwas „Flying Food“: Mini-Sandwiches belegt mit Thunfisch und Roastbeef, Hühnchen in Chilisauce. Der Renner innerhalb der Businessclass waren allerdings Garnelen im Blätterteig, nicht gerade groß portioniert, aber wohl äußerst köstlich. Zwischen den Häppchen erläuterte der Vorstand noch einmal seine persönlichen Ziele. „Wir hoffen, dass wir in drei Jahren auf 300 Mitglieder kommen, eine solche Menge braucht man, um etwas für Leverkusen bewegen zu können“, sagte Küppers. Was ganz konkret bewegt werden soll, ließ die Vorstandsvorsitzende beim ersten Treffen des Clubs noch offen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






