Leverkusen: Clueso überzeugte Meszelinsky
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 04.09.2009Leverkusen (RPO). Al Di Meola, Christopher Cross, Michel Camilo, Tower of Power: Mit einer Reihe von bekannten und weniger bekannten Musikern warten die diesjährigen Leverkusener Jazztage auf. Die Konzerte steigen diesmal in der Zeit vom 7. bis zum 15. November.
Mit etwas Verspätung zwar, aber doch mit voller Wucht hat die Krise der Musikbranche auch den Jazz erreicht. "Das merken wir natürlich. Es ist deutlich schwerer geworden, die Stars zu bekommen", sagte gestern Eckhard Meszelinsky. Umso erfreuter ist der Jazztage-Festivalchef, dass es ihm dennoch gelungen ist, auch für die 30. Auflage des Musik-Großereignisses ein gewohnt prominentes Künstlerfeld zu engagieren. Vom 7. bis 15. November geben Altstars und Newcomer, Talente und Etablierte ihre musikalische Visitenkarte im Forum und den vier kleineren Dependancen (Scala-Kino, Topos, Witwe Kaiser, Freudenthaler Sensenhammer) ab.
Camilo seit Jahren auf der Liste
Interesse in Mexiko
Tickets sind bereits erhältlich und auch Belgier, Luxemburger, Niederländer, Franzosen und Italiener haben bereits Karten geordert. Besonders stolz ist Meszelinsky aber auf eine Bestellung, die ihn aus dem mexikanischen Bundesstaat Chihuahua erreichte. Weitere Infos zu den Jazztagen unter:
Zum 14. Mal organisiert Meszelinsky die Jazztage und hat seit seiner Premiere als Festival-Chef den Namen von Michel Camilo auf seiner Wunschliste. Nun ist es ihm gelungen, den Pianisten zu einem Gastspiel zu bewegen. Gemeinsam mit Roberto Fonseca und dem Tingvall Trio bestreitet der Grammy-Gewinner das Programm am "Piano Today"-Abend (8. November). Als weitere Größen der Szene sind Marcus Miller, Candy Dulfer, Lee Ritenour, Jan Garbarek, Bill Evans und Dave Weckl, die mit der WDR-Big Band auftreten, Flamenco-Jazzer Al Di Meola und Electro-Jazz-Star Nils Petter Molvaer dabei.
Funkig wird es am 13. November zugehen beim Abend "Funk meets Jazz", den "Tower of Power" und die Gebrüder Wasserfuhr (Julian und Roman) bestreiten, die sich Nils Landgren, Lars Danielsson und Anders Kjellberg als Verstärkung mitbringen. Zur prominenten Besetzung des letzten Abends im Forum musste Meszelinsky von seinen Mitarbeitern erst überredet werden. Denn "Clueso", der gerade auf der ausverkauften Museumsmeile in Bonn vor 9000 Zuschauern spielte, hatte er zunächst nicht auf der Liste für einen der Jazztage-Abende. Umso erstaunter war er, von der Begeisterung des Thüringers und seiner Band für den Jazz zu erfahren. Für den Auftritt in Leverkusen gibt es eine besondere Kombination mit dem "Bernewitz Trio" seines Gitarristen und dem Trompeter Paul Brody. "Darauf bin ich wirklich gespannt. Das ist eine ganz aktuelle Geschichte", sagt Meszelinsky inzwischen.
Grammys im Viererpack
Bekannt ist auch der zweite Protagonist des Abends. Schließlich zeichnete Christopher Cross verantwortlich für Hits wie "Ride Like The Wind" oder "Sailing", das ihm 1981 Grammys in den Kategorien bester neuer Künstler, bestes Lied und beste Single des Jahres sowie bestes Album (für die Scheibe "Christopher Cross") einbrachte.
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