Opladen: Currywurst, Sekt und Lachmuskelkater
VON BARBARA SCHMICKLER - zuletzt aktualisiert: 16.10.2009Opladen (RPO). Zu einem vergnüglichen Comedy-Abend hat sich die Tanzschule Kaechele etwas Besonderes einfallen lassen:
Die Gäste wurden an Mittwochabend mit Currywurst von Wurstmaxe, Sekt und jeder Menge guter Gags unterhalten.Wer denkt in der Tanzschule wird nur getanzt, der ist am Mittwochabend eines Besseren belehrt worden. Die Tanzschule Kaechele in Opladen hatte eingeladen zu Sekt und der originalen Currywurst von Opladens Wurstmaxe, die Stefan Biggeleben, Leiter der Tanzschule, an die knapp 100 Gäste auf kleinen Tabletts verteilte.
Danach begeisterten drei Comedians das Publikum. Nach einer ersten Warnung von Moderator Oli Materlik, dass die Handys ausgemacht werden sollten, da sonst auf der Bühne gemeinsam die Mailbox abgehört würde, ging's los.
Geschichten aus Bella Italia
Als erster stieg Halbitaliener Roberto Capitoni mit Geschichten aus Bella Italia in den Ring. Gestenreich verglich er im blauen Italien-Trikot das deutsche Leben mit dem italienischen Dolce Vita. "Wissen Sie, welches Wort die Deutschen am meisten bei ,Google' eingeben?" – Die Antwort sei, ganz unverständlich für Roberto, Routenplaner. Bei den Italienern sei es "Sex". "Was bei den Deutschen der Kreisverkehr ist, ist bei den Italienern der Gruppensex." Mit dem Witz war ihm der erste Lacher im Publikum sicher.
Lustig weiter ging's mit Udo Raschewski alias Magic Udo mit scheußlicher glitzernder Weste, weißen Tennissocken und Sandalen. "Ich bin Großraumillusionist, und ich komme aus Köln", sagte er schüchtern. "Eigentlich aus den Randbezirken, aus Bad Münstereifel. Kommt noch jemand daher?", fragte er und bat um eine Fahrgemeinschaft "aus wirtschaftlichen Gründen".
"Neben zwei Stand Up-Comedians muss noch so ein Bekloppter dabei sein", sagte Tanzschulenleiter Biggeleben schmunzelnd. Am Ende sollte jeder seinen persönlichen Favoriten haben, bei der Mischung aus drei Comedians sei für jeden etwas dabei, meinte er.
"Früher war ich jünger"
Als Dritter kam Johannes Flöck mit "Früher war ich Jünger" auf die Bühne. Seit seinem 40. Geburtstag gingen bei ihm nun das "Happy" und das "Birthday" getrennte Wege. Und als Geschenk gebe es nicht mehr den Playboy, sondern die Men's Health und vermutlich im nächsten Jahr dann die Apothekenumschau.
Das Publikum war begeistert. In der zweiten Halbzeit kamen alle Comedians mit neuen Gags auf die Bühne. Für's musikalische Finish sorgte Roberto Capitoni: Ein "Y.M.C.A." von der Gruppe "village People" gesungen gemeinsam mit den stehenden Gästen.
Ein Handy hat während der zweieinhalb Stunden Comedy übrigens nicht geklingelt, dafür gab es umso mehr Applaus und beim einen oder anderen sogar Muskelkater vom vielen Lachen.
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