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Hitdorf: Das große Baggern von Hitdorf

VON ULRICH SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 20.03.2009

Hitdorf (RPO). Die ansonsten so grüne Rheinaue in Hitdorf hat sich in eine Großbaustelle verwandelt. Momentan wird der Mutterboden abgetragen, nächste Woche beginnen die Arbeiten für die 30 Meter tiefe Dichtwand.

Hitdorfer Kahlschlag: Pappeln und Sträucher an den Rheinwiesen sind abgeräumt, jetzt werden zwischen Yachthafen und Fährstraße bis zu 4000 Kubikmeter Mutterboden abgetragen und am Stadtteilrand zwischengelagert.  Foto: RPO
Hitdorfer Kahlschlag: Pappeln und Sträucher an den Rheinwiesen sind abgeräumt, jetzt werden zwischen Yachthafen und Fährstraße bis zu 4000 Kubikmeter Mutterboden abgetragen und am Stadtteilrand zwischengelagert. Foto: RPO

Lastwagen für Lastwagen rollt vom Rheinufer an den Kreisverkehr am Aldi Hitdorf. Die Stadt lässt derzeit den wertvollen Mutterboden von den Uferwiesen längst der Rheinstraße auf die Erddeponie an der Hitdorfer Straße bringen. Eine Vorbereitung für den eigentlichen Bau des Hochwasserschutzes, der ganz ohne offiziellen Startschuss begann. Auf dem Zwischenlager soll das Material ein Jahr liegen bleiben – geschützt vor einem möglichen Hochwasser. "Das ist zwar teurer als eine Lagerung direkt neben der Baustelle, aber bei einem Hochwasser wäre der Mutterboden schnell weggeschwemmt", erklärt Ulrich van van Acken. Die 3000 bis 4000 Kubikmeter Erde sollen schließlich wieder am Ufer verwendet werden.

Info

Hochwasserschutz

Hochwasserschutz-Kosten: rund zehn Millionen Euro. Länge: 900 Meter. Die geplante feste 1,50 Meter hohe Schutzwand kann im Bedarfsfall mit einer mobilen Wand (Kosten: eine Million Euro) aufgestockt werden. Vor dem Baubeginn wurden 600 Bohrungen vorgenommen, die zur Suche nach Kriegsmaterial dienten.

Bis zu 30 Meter tief

Van Acken leitet für die Stadt das Bauprojekt. Als Techniker spricht er übrigens nicht von einem "Deichbau", sondern von einer Hochwasserschutzeinrichtung. Der Unterschied zum Deich: Oberirdisch wird als Wasserschutz eine Stahlbetonwand gezogen, die vor allem aus optischen Gründen beidseits mit Erde angeschüttet wird.

Mit den unterirdischen Arbeiten wird nächste Woche begonnen. Hauptunternehmen ist Bilfinger und Berger. Nach Abtragen einer Stützwand an einem Haus nahe der Fährstraße/Hohe Straße wird die so genannte Schlitzwand in der Erde versenkt. Das Verfahren wurde auch zum Abdichten der Deponie unter dem Neulandpark in Wiesdorf angewendet. Bis zu 30 Meter tief wird die Abdichtung gegen drückendes Wasser werden. Dies entspricht der Baugrubentiefe am Kölner U-Bahnbau. "Nur dass bei uns keine Hohlräume entstehen werden", betont van Acken. Bilfinger und Berger sei zwar in Hitdorf wie Köln als Baufirma aktiv, in Hitdorf sei dies aber eine andere Abteilung.

Projektleiter van Acken wird in den nächsten Tagen in seinem Baubüro am Yachthafen regelmäßig Sprechstunden anbieten. Momentan forscht er allerdings noch nach, wem denn das dicke Kabel gehört, das überraschend unter der Wiese entdeckt wurde.

Quelle: RP

 
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