Leverkusen: Der Schatz im Silbersee – wie bei Winnetou?
zuletzt aktualisiert: 18.09.2009 - 22:25Leverkusen (RPO). Was bisher geschah: Das junge Detektivtrio Leverkusener Luchse hat von Lisas Großonkel eine Schatzkarte bekommen, die zum Schatz der Nibelungen in Leverkusen führen soll.
Die erste Spur führte nur zu Stadtkämmerer Rainer Häusler, der im Park von Schloss Morsbroich nachts ebenfalls nach dem Schatz grub. Erfolglos. Es scheint hoffnungslos, bis Onkel Giselher wegen eines Herzinfarktes ins Krankenhaus muss, und Leon und Mirko die Chance nutzen, um Onkel Giselhers Haus zu durchsuchen, Erfolgreich. Sie finden einen alten Brief.
Nachdem Lisa den ersten Schock überwunden und verstanden hatte, das Onkel Giselher den Brief wohl schon vor Ewigkeiten mit nach Hause genommen haben musste, begannen sie das Papier genau zu studieren, kombinieren und zu erkennen. Mit dem Schloss auf der Schatzkarte war nicht das Schloss Morsbroich gemeint, sondern eine Festung Soundso (hier war der Brief wieder verwischt), die Steine waren keine Grabsteine, sondern ein Symbol für den Steg über die Dhünn – "also Küppersteg", schloss Mirko, der sich mit der Leverkusener Geschichte gut auskannte.
Wo mittags die Sonne steht
"Außerdem steht hier noch was vom großen Strom, damit ist bestimmt nicht die Dhünn gemeint, und dass man dort graben soll, wo im Sommer mittags um zwölf die Sonne steht", analysierte Mirko. Es trat ein Schweigen ein. Leon dachte krampfhaft nach. Aber ihm schwante, dass Mirko aus diesem Denkprozess als Sieger hervorgehen würde. Wieder Schweigen. "Ha!!!", kreischte Mirko plötzlich los, nachdem er noch einmal einen Blick in den Computer geworfen hatte. Lisa fasste vor Schreck nach Leons Hand und drückte sie fest, Leon ließ sie erstmal nicht mehr los. "Ich hab's. Der Schatz liegt im Silbersee!!!" Leon musste lachen. "Ja klar, und gleich reitet Winnetou um die Ecke, oder wie?!", fragte er zurück.
"Ach, jetzt hör doch erstmal zu", fauchte Mirko zurück. Der Silbersee liegt in Küppersteg, Und da hat der Rhein, weil er öfter das Flussbett gewechselt hat, eine Kiesschicht hinterlassen. Die wurde irgendwann mal ausgekiest, und deshalb ist der Silbersee entstanden. Kann doch sein, dass da in der Nähe auch mal eine Festung stand oder ein Teil davon oder so. Dann passt alles: der große Fluss, Küppersteg, Festung. Nur wo mittags um zwölf die Sonne steht, weiß ich nicht, das kann aber mein Computer berechnen." Leon war verblüfft: Was Mirko sagte, schien logisch. Was Lisa tat, nämlich seine Hand halten, auch. "Samstag gehen wir mal wieder graben", kündigte er an.
19.22 Uhr – 19.25 Uhr – 19.29 Uhr
Bis Samstag geschah eine ganze Menge. Mittwoch starb Onkel Giselher im Krankenhaus. Altersschwäche, sagten die Ärzte. Donnerstag rief Lisa an und wollte, dass Leon sie besuchte, sie wolle nicht alleine sein und brauche Trost, sagte sie. Donnerstagabend, 19.22 Uhr, legte Leon seinen Arm um Lisas Schulter und drückte sie an sich. Donnerstagabend, 19.25 Uhr, küsste Lisa Leon verstohlen zwischen Wange und Mund und sagte: "Ich mag Dich." Donnerstagabend, 19.29 Uhr, rief Mirko an und sagt: "Ich weiß, wo die Sonne am Mittag steht."
Fortsetzung folgt
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