Leverkusen: DGB-Kampagne: "Keine Stimme für Nazis"
zuletzt aktualisiert: 14.02.2009Leverkusen (RPO). Köln/Leverkusen (wot) "Keine Stimme für Nazis" steht auf einem großen Transparent in der Kölner Fußgängerzone. Mit der gleichnamigen Kampagne möchte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zusammen mit demokratischen Organisationen, Vereinen und Künstlern gegen Alltagsrassismus und die Ideologie der Rechtsextremen mobil machen.
Oberstes Ziel: Möglichst viele Menschen gewinnen, die sich in ihrem Umfeld gegen die Wahl extrem rechter Gruppierungen stark machen. "Wir wollen verhindern, dass Rechtsextreme in den Kölner und Leverkusener Rat gewählt werden", betont Stephan Otten, Jugendbildungsreferent des DGB Köln. Zahlreiche Jugendliche des Bündnisses "Schüler gegen Rechts" beteiligten sich an der Auftakt-Aktion der Kampagne in der Kölner Schildergasse. Sie verteilten Flyer, sprachen Passanten an, baten sie, sich möglichst kreativ auf langen Tapeten-Rollen zu verewigen.
Demo gegen Großmoschee
Es gebe es eine Pro NRW-Samstagsdemo gegen die Kölner Großmoschee. "Die insgesamt 100 Meter langen Rollen nehmen wir mit zur Gegendemo, um auf uns aufmerksam zu machen", erzählt Anke Lisicki (18). Zahlreiche Aktionen stehen in den kommenden Monaten auf dem Programm: Der DGB informiert zum Beispile über die rechtspopulistische Bürgerbewegung Pro NRW und andere rechtsextreme Parteien in Köln und Umgebung, vergleicht Wahlprogramme, leistet allgemeine Aufklärungsarbeit zu Themen wie Rassismus und Antisemitismus.
Vor der Kommunalwahl sind auch Aktionen für Leverkusen geplant. Ende April gibt es eine Aktionswoche gegen Rechts, an der sich viele Künstler aus der Jugendkulturszene beteiligen werden. Mit dabei: Hans Nieswandt, die Band "Microphone Mafia" und das Netzwerk "No historical backspin".
"Rassistische Parolen wie etwa "Ausbildungsplätze statt Zuwanderung" sind für uns einfach nicht hinnehmbar", betont Stepahn Otten. Die Forderung der Gewerkschafts-Jugend lautet: "Ausbildung für alle."
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