Opladen: „Diese Schule ist etwas Besonderes!“
VON MONIKA KLEIN - zuletzt aktualisiert: 29.09.2008Opladen (RPO). Die Leitung des Landrat-Lucas-Gymnasiums ist komplett. Im August übernahm Christof Haering die Stellvertreterstelle, seit dem 1. September ist auch der Direktorposten nach über zweijähriger Vakanz wieder besetzt. Michael Bramhoff heißt „der Neue“ mit den Fächern Geschichte und Sozialwissenschaften.
In den Schulgremien und bei einer Elternversammlung hat er sich vorgestellt. „Wir verstehen uns als Team“, sagt Bramhoff mit Blick auf seinen Stellvertreter, mit dem er sich nach der Einarbeitung die Aufgaben teilen wird. Und: „Ich sehe in diesem Kollegium ein wahnsinniges Engagement und unglaubliche Arbeitsbereitschaft, die ich so noch an keiner Schule erlebt habe“, versichert Bramhoff.
Die richtige Entscheidung
Die Entscheidung für diese Stelle hat er sich nicht leicht gemacht. Der Dezernent legte ihm die Bewerbung nahe, aber zunächst habe ihn die Größe der Schule geschreckt, gesteht Bramhoff, der zuvor stellvertretender Schulleiter am Kölner Blücher-Gymnasium mit 900 Schülern war. Dann hat er sich das Lucas genau angesehen, Gespräche mit Gertrud Liedtke und seinem Vorgänger Heinz Klaus Strick geführt, bevor er „Ja“ sagte. „Diese Schule ist etwas Besonderes!“ begründet er. Damit meint er vor allem die Vielfalt von programmatischen und pädagogischen Schwerpunkten, auch den beschlossenen Ausbau zur gebundenen Ganztagsschule. Die unterschiedlichen Bildungsgänge von mathematisch-naturwissenschaftlich über den bilingualen Zweig, dabei Eliteschule des Sports zu sein und dazu die Einrichtung von Musikklassen.
Überzeugt habe ihn zudem die auf Individualisierung ausgerichtete Förderung von Schülern. Diese Vorteile hätten seine Bedenken ins Abseits gestellt. Nach den ersten, arbeitsintensiven Schultagen sagt der neue Schulleiter, Jahrgang 1950: „Es war die richtige Entscheidung.“
Zwei Seelen schlagen in seiner Brust, bekennt Bramhoff: „eine Kölner und eine Leverkusener“. In der Domstadt hat er studiert (wollte eigentlich Journalist werden) und lebt dort mit seiner Frau, auch Lehrerin, seit die beiden Kinder zum Studium nach Berlin gingen. Das berufliche Leben hat sich, mit Ausnahme der drei Jahre am Blücher-Gymnasium, in Leverkusen abgespielt. Als Junglehrer startete er am CD-Gymnasium, wechselte nach dessen Auflösung an Lise-Meitner.
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