Leverkusen: Dopatka-Halle nun Smidt Arena
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 27.02.2009Leverkusen (RPO). Gestern wurde der Vertrag unterzeichnet. Ab Sonntag ist es offiziell. Die Rundsporthalle an der Bismarckstraße heißt für wenigstens fünf Jahre Smidt Arena. Namensgeber ist das Leverkusener Wohncenter gleichen Namens. Dopatka soll nun anders geehrt werden, eventuell durch eine Straße.
Vollzogen wird die Umbenennung formell erst am Sonntag. Doch gestern schon hing der neue Name über dem Eingang der zweitgrößten deutschen Rundsporthalle. Sie war bislang nach dem Leverkusener SPD-Politiker Wilhelm Dopatka benannt und trägt künftig für mindestens fünf Jahre den Namen Smidt Arena. "Manchen mag stören, das mit dieser Umbenennung ein Stück Tradition verloren geht, aber das ist ein wichtiger Schritt zum langfristigen Erhalt dieser wichtigen Sportstätte", sagte Leverkusens Sportdezernent Marc Adomat gestern bei der Vertragsunterzeichnung mit Lorenz Smidt.
Hohe fünfstellige Summe
Der Geschäftsführer der Smidt Wohncenter GmbH versprach, unter dem neuen Engagement, das jährlich eine hohe fünfstellige Summe koste, werde die bisherige Unterstützung für den Sport in der Stadt nicht leiden. Die Rolle als Namensgeber der Halle biete dem Unternehmen eine doppelte Chance. "Natürlich ist das eine hervorragende Plattform, uns zu präsentieren. Aber andererseits haben wir so auch die Möglichkeit, Leverkusen, das uns 1995 so herzlich aufgenommen hat, etwas zurück zu geben", betonte er.
Noch muss geklärt werden, wie Wilhelm Dopatka künftig geehrt werden soll. "Aber die Überlegungen laufen. Da lassen wir uns schon etwas einfallen", versprach Adomat. Möglich wäre beispielsweise die Benennung einer Straße nach dem Politiker, dessen Tod 1979 zum Anlass genommen wurde, die Halle an der Bismarckstraße nach ihm zu benennen. Einen Scherz steuerte Smidt zu der Diskussion bei. "Wir können uns ja künftig Dopatka Wohncenter nennen", meinte er und grinste. Ernster zu nehmen sind seine Ankündigungen, das Engagement weiter mit Leben zu füllen. Zu Heimspielen der TSV-Teams im Herren-Basketball sowie Damen-Hand- und Volleyball kann sich der Geschäftsführer Auftritte von Firmenmaskottchen "Smidty" vorstellen – auch Werbung für die Spiele der Mannschaften im Wohncenter hält er für eine gute Idee. In jedem Fall soll weitere Schriftzüge und Kollagen mit Auszügen aus der Veranstaltungsgeschichte der Halle an der Sportstätte befestigt werden.
Zur Vertragsunterzeichnung wurde auch ein Blick in die bewegte Sportgeschichte der Halle geworfen. Die war seit 1975 unter anderem Schauplatz von Box-WM-Kämpfen mit Felix Sturm und Regina Halmich, Europameisterschaftsspielen im Basketball, vielen Meisterschafts- und Europapokalspielen der "Riesen vom Rhein" als einstigem Hauptnutzer der umgetauften Sportstätte, der German Open im Badminton, der Europameisterschaft im Sitzvolleyball und der Kickbox-Europameisterschaft sowie Veranstaltungsort für Konzerte mit B.B. King und Status Quo.
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