Alkenrath: Ein Fürstentum feiert Geburtstag
VON ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 31.03.2007Alkenrath (RPO). Ab 1957 wuchs Alkenrath aus Heide- und Ackerboden und hat sich seither kaum verändert. Das Jubiläum soll parallel zur Mai-Kirmes gefeiert werden. Rund um den Graf-Galen-Platz wurden fünf Tage Programm organisiert. Nach seinem 50. Geburtstag wird der Stadtteil 2008 bereits 550 Jahre alt.
Festprogramm
27. April Ausstellungseröffnung (11 Uhr, Sparkasse), Kölsche Party (18 Uhr); Feuerwerk (22 Uhr)
28. April Kinderparty (14 Uhr); Tanzparty (18 Uhr)
29. April Ökumenischer Gottesdienst (10 Uhr, St. Johannes der Täufer); Frühschoppen (11 Uhr); „50 Jahre Alkenrath“ (15 Uhr), Oldieabend (18 Uhr)
30. April Tanz in den Mai (18 Uhr)
1. Mai Frühschoppen (11 Uhr)
Alle Feiernfinden im Festzelt statt.
„Alkenrath ist so groß, dass wir uns als kleines Fürstentum selbständig machen könnten“, lächelte Helmut Bachmann. Diese Erkenntnis erlangte er bei der Recherche für die Festschrift zum 50. Geburtstag des Stadtteils in diesem Jahr. Ein acht-köpfiges Festkomitee, das Ratsherr Dieter März im Herbst 2006 zusammengetrommelt hat, hat auf 60 Seiten Geschichtliches über Alkenrath zusammengetragen. Und dabei wurde nicht nur Bachmann überrascht, „wie groß der Stadtteil ist: Zu Alkenrath gehört fast der gesamte Bürgerbusch, ein Viertel des Autobahnkreuzes und drei Kleingartensiedlungen.“
In der kommenden Woche geht die Festschrift in den Druck, Mitte April sollen alle 1600 Alkenrather Haushalte ein Exemplar im Briefkasten haben. Im Heft finden sich neben einem historischen Abriss über den aus Heide- und Ackerboden gewachsenen Stadtteil auch Zahlen (4103 Einwohner), Einblicke in die Kirchengemeinden oder einige Alkenrather Anekdoten (zum Beispiel über den „Schwulen Schwan“). Auch den 21 Straßen, die nach Widerstandskämpfern benannt wurden, wird ein eigenes Kapitel gewidmet: Alle Namensgeber werden in kleinen Biografien vorgestellt.
Die unendliche Umgehungsstraße
Gefeiert wird das Stadtteil-Jubiläum parallel zur Mai-Kirmes rund um den Graf-Galen-Platz. Dazu wird diesmal wieder ein Festzelt aufgebaut. Von Freitag, 27. April, bis Dienstag, 1. Mai, gibt es fünf Tage Programm. Unter anderem werden am Sonntag, 29. April, 36 Ur-Alkenrather für 50 Jahre Treue zum Stadtteil geehrt. Für Oktober ist – im Zuge der Leverkusener Kulturnacht – eine künstlerische Ausstellung in der Hugo-Kükelhaus-Schule in Vorbereitung.
Seit Alkenrath ab 1957 förmlich aus dem Boden gewachsen ist, wurden so gut wie keine Umbauten vorgenommen. „Lediglich ein Baublock im nördlichen Teil Alkenraths, der Plus sowie die Bebauung des Reiterhofs“ fallen Dieter März an Veränderungen ein. Zudem kam die Anbindung an die Gustav-Heinemann-Straße – die Umgehungsstraße durch den Bürgerbusch aber nie. Auch die ist natürlich ein Thema in der Festschrift. Unter der Überschrift „Eine unendliche Geschichte“ werden noch einmal alle vier Varianten der bereits für Ende 1950er fest zugesagten, aber nie realisierten Straße beleuchtet.
Wenn sich das Jubiläumsjahr in einigen Monaten dem Ende zuneigt, dann blicken die Alkenrather bereits dem nächsten runden Geburtstag entgegen. Denn 2008 jährt sich 550. Mal die erste Erwähnung des Namensgebers des Stadtteils: des Hofs Alkenrath. Der wurde bereits 1458 in einem Register der Abtei Altenberg erwähnt.
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