Leverkusen: Ein letztes Mal Sonne genießen
VON MARION MEYER - zuletzt aktualisiert: 01.10.2011Leverkusen (RP). Das lange Wochenende bietet vielleicht die letzten warmen Tage diesen Jahres. Ob Schwimmen, Wandern, ein Ausflug in den Japanischen Garten oder den Wildpark – die Chance sollte man nicht ungenutzt lassen.
Grillen, Schwimmen, Chillen – natürlich open air: Alles ist möglich an diesem Wochenende. Der Sommer, den wir im Juli nicht hatten, kommt verspätet und beschert uns bis hoffentlich Montag schweißtreibende Temperaturen und strahlend blauen Himmel.
Zwar haben die Freibäder alle schon geschlossen, aber die Badeseen (Hitdorfer und Silbersee) laden bei noch fast angenehmen 16 bis 18 Grad Wassertemperatur zum Schwimmen ein.
Die Cafés mit Außengastronomie stellen sich ein letztes Mal auf den großen Ansturm der Sonnenhungrigen ein. Die Terrasse im "Strandgut" am Hitdorfer See hat bis 21 Uhr geöffnet und bietet Platz für 300 Leute. Die Strandbar "Sun Island" hat kurzfristig die Öffnungszeiten verlängert. "Eigentlich wollten wir schon für den Winter schließen", sagt Besitzer Michael Endres.
Shoppen am Sonntag
Auch wenn Shoppen eher eine Wetter-unabhängige Angelegenheit ist, macht es bei Sonnenschein mehr Spaß. Schließlich laden die Cafés nach erfolgreichen Beutezug zum Verweilen ein. Wer will, kann morgen von 13 bis 18 Uhr beim verkaufsoffenen Sonntag in der Wiesdorfer City einkaufen.
In der Rathaus-Galerie zeigt ab 14 Uhr eine Ballonmodeliererin ihr Können. In den Luminaden ist die Künstlergasse von 13 bis 18 Uhr geöffnet, wo man Künstlern zusehen kann.
Am Samstag ab 18 Uhr legt ein DJ auf, dann kann man sich auch nach Sonnenuntergang, wenn die Temperaturen fallen, draußen warm tanzen. Morgen ab 16 Uhr spielt ein DJ eher Musik zum Chillen, verspricht Endres.
Neue Luchse im Wildpark
Spaziergänge in Leverkusener Parks und Wäldern lohnen sich freilich immer, doch jetzt beginnt eine der schönsten Jahreszeiten, denn das Laub färbt sich bereits schön bunt. Auch im Japanischen Garten im Chempark. Dort beginnen die Ahörner, sich zu verfärben. "Die Natur ist in diesem Jahr früher dran", sagt Michael Frinke, Leiter Gartenbau der Currenta und somit zuständig für den Japanischen Garten. Die Trockenheit der vergangenen Wochen habe dazu geführt, dass die Bäume früher anfangen die Farbe zu wechseln.
Eine besondere Attraktion hat der Wildpark Reuschenberg zu bieten: Seit einer Woche wohnen dort zwei Karpaten-Luchse: Resi und Schorsch heißen die beiden Bayern aus Straubing. "Die sind relativ selten und etwas kleiner als andere Arten, besitzen aber trotzdem die typischen Pinselohren", sagt Joana Kuchenbecker vom Wildpark. Sie hätten sich gut eingelebt im neuen Gehege, das mit Spenden demnächst erweitert werden soll. Aber auch die anderen Tiere genießen die Sonne: Die Frettchen tollen im Freien herum, während sich die Stachelschweine träge sonnen.
Wer den Sommer noch ein letztes Mal in seinen Garten zelebrieren und Grillen möchte, sei beruhigt: Es gibt immer noch genügend Grillkohle. "Im Frühjahr war die Nachfrage groß, dann hatten wir nachbestellt. Im Sommer wurde allerdings kaum etwas verkauft", sagt Günter Dönges vom Opladener Fachmarkt Kipp + Grünhoff.
Er hofft, dass die Bestände jetzt noch weggehen. Grillgut würde zwar nicht mehr so viel nachgefragt, aber man habe immer noch alles da – von eingelegten Koteletts bis zu Würstchen, sagt Judith Voß von der Metzgerei Rosenstock in Opladen. "Nur spezielle Grillwaren wie Filetspieße bieten wir jetzt nicht mehr an", sagt Voß.
Wer grillen will, muss allerdings frühzeitig beginnen: Bereits um 20 Uhr ist es so dunkel, dass man auf dem Teller kaum mehr etwas erkennen kann.
Mahnung an Motorradfahrer
Wer ein letztes Mal bei schönem Wetter sein Motorrad ausfahren möchte, sollte angemessen fahren. "Wir sind wachsam und haben ein Auge auf die Motorradfahrer", verspricht Peter Tilmans von der Kreis-Polizei Rhein-Berg. Zumal in Witzhelden Erntedankfest gefeiert wird.
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