Leverkusen: Eine nukleare Erfolgsgeschichte
zuletzt aktualisiert: 04.06.2008Leverkusen (RPO). Ein Toter und ein durch die Explosion einer nuklearen Bombe radioaktiv belastetes Ausbesserungswerk. So lautete die Bilanz am Montagnachmittag. Was zu der Zeit kein Außenstehender in Opladen ahnte: Im Kesselhaus auf dem ehemaligen Bahner-Gelände befand sich noch ein scharfer Sprengsatz, ebenfalls eine so genannte schmutzige Bombe. Aber am Dienstagnachmittag gab es dann doch Entwarnung. Die zweite radioaktive Bombe wurde durch Spezialisten entschärft.
Seit Montag probten Landes-Polizisten und eine Bundesbehörde zur Abwehr nuklearer Gefahren den Ernstfall, um das Zusammenspiel zwischen den Experten von Bund und Land zu verbessern (wir berichteten). Gestern Nachmittag endete die gemeinsame Übung. Die anschließend herausgegebene Bilanz liest sich wie eine nukleare Erfolgsgeschichte. „Nach Auffassung der Beteiligten verlief die Übung sehr erfolgreich“, teilte die Polizei mit und schilderte auch, wie sich das Happyend zugetragen hatte.
Während die Fachleute noch mit dem Entschärfen der Bombe in Opladen beschäftigt waren, hafteten die Kollegen an den Fersen eines Tatverdächtigen und beobachteten ihn beim Kauf von „Zutaten“ für eine weitere radioaktive Bombe. Weit weg von Opladen – im Kölner Westen – überwältigten Spezialisten schließlich eine vier-köpfige Tätergruppe und retteten das Rheinland vor der fiktiven Bedrohung.
Indes brachten die Experten des Bundes tatsächlich radioaktives Material mit nach Opladen, das aber a) ohne Zwischenfälle wieder abtransportiert wurde und b) ohnehin ungefährlich gewesen sei.
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