Rhein-Wupper: „Emma“ machte es gnädig
VON TOBIAS KRELL, ULRICH SCHÜTZ UND STEFAN SCHNEIDER - zuletzt aktualisiert: 03.03.2008Rhein-Wupper (RPO). 31 sturmbedingte Einsätze mussten die Feuerwehren in Leverkusen und Leichlingen am Wochenende absolvieren. Meist ging es um umgekippte Bäume. Menschen kamen nicht zu Schaden, es blieb bei Sachschäden.
„Emma“ blies ziemlich kräftig am Wochenende. Doch von den Geschwindigkeiten und Schäden her kam der Sturm zur Erleichterung aller an seinen prominenten Vorgänger „Kyrill“ nicht heran. Allerdings kamen die Warnungen vor dem Sturm nicht ganz zu Unrecht. Denn der entwurzelte in Leverkusen und Leichlingen mehrere Bäume und deckte Häuser ab. Personen kamen jedoch nicht zu Schaden.
20 Einsätze registrierte die Leverkusener Berufsfeuerwehr zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen. In Lützenkirchen war ein Baum auf ein Haus gestürzt. „Mehrfach sind Bäume auch auf Autos gekippt. Teilweise mussten wir bei den Einsätzen aber nur größere Äste entfernen, die auf die Straße gefallen waren“, sagte ein Sprecher der Leverkusener Feuerwehr. Am Rialto-Boulevard drohte ein Schild herunterzufallen und wurde darum vorsorglich abgenommen. Und am Verwaltungsgebäude am Opladener Goetheplatz sicherte die Feuerwehr ein Gerüst samt Plane.
Bilanz Rhein-Berg
Auch Feuerwehr und Polizei des Rheinisch-Bergischen Kreises zogen gestern mittag eine Bilanz ihrer witterungsbedingten Einsätze am Wochenende: 36 Mal mussten die Helfer ausrücken. Es blieb ausschließlich bei Sachschäden. In Wermelskirchen und Overath mussten Landstraßen längere Zeit gesperrt werden.
An der Rathaus-Baustelle in Wiesdorf flatterten am Samstag Schutzplanen heftig im Wind. Die Bauarbeiten liefen aber weiter. In der Baugrube war der Langarmbagger damit beschäftigt, Rathausverkleidungsbleche abzureißen. Viele Passanten blieben stehen und sahen fasziniert zu. Am Kaufhof wurde unterdessen die Sektausgabe vorsichtshalber von draußen nach drinnen verlegt.
Elf Einsätze in Leichlingen
Insgesamt lief jedoch alles viel ruhiger ab, als zunächst befürchtet. Diesen Eindruck konnte auch Förster Karl Zimmermann bestätigen. Der für Leverkusen, Leichlingen und Burscheid zuständige Beamte hatte bereits eine Vorahnung. „Ich hatte es im Gefühl, dass dieser Sturm nicht so schlimm wird wie Kyrill“, sagte er. „Emma“ sei nicht nur weniger aggressiv gewesen als der bekannte Vorgänger. Die marodesten Bäume seien zudem seinerzeit bereits umgeweht oder abgeknickt worden.
In Leichlingen und Witzhelden musste die Freiwillige Feuerwehr „Emma-bedingt“ elf Windbrucheinsätze fahren. Auftakt war am Samstag gegen 5.30 Uhr. Ein etwa 15 Meter hoher Baum blockierte die Fahrbahn der L 294 in Richtung Witzhelden kurz hinter dem Kreisel Germaniabad. Der Löschzug Stadtmitte beseitigte das Hindernis mit Hilfe von Motorsägen. Danach folgten zehn weitere Einsätze, der spektakulärste gegen 8 Uhr an der Mittelstraße. Dort war ein Baum auf ein Wohnhaus gekracht. In Diepental und Buntenbach kippten Bäume in Stromleitungen. Weitere Einsatzorte der Leichlinger Wehr, die unter Leitung von Stadtbrandmeister Horst Schmidtberg mit 76 Kräften aus allen vier Löschzügen ausrückte: Hasensprung, Wersbach, Eichen, Stieglitzweg, Opladener Straße, Kirchstraße und Bremersheide.
Den Sachschaden in Leichlingen und Witzhelden schätzte die Wehr auf rund 25.000 Euro.
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