Leverkusen: Frischekur für die Intensivstation
VON JULIA BERTENBURG - zuletzt aktualisiert: 10.02.2012Leverkusen (RP). Das Wiesdorfer St. Josef-Krankenhaus hat mit Geld aus dem Konjunkturpaket II (Sonderprogramm der Bundesregierung zur Stützung der Wirtschaft) die Intensivstation saniert. Rund 420 000 Euro wurden investiert.
An den Wänden fehlen noch Bilder, die medizinischen Geräte müssen aufgebaut und angeschlossen werden, und die Fernseher warten auf ihre Installierung gegenüber den Betten. "Wenn die Patienten nur an die weiße Decke starren, fördert das nicht gerade die Genesung", sagte Dr. Andreas Backes, leitender Oberarzt am St.-Josef-Krankenhaus. In wenigen Tagen geht in der Spezialklinik für Geriatrie die frisch sanierte Intensivstation in Betrieb.
"Es kommt jetzt auch noch eine Grundreinigung, dann bringen wir die Karnevalstage erst mal hinter uns, danach wird der Bereich bezogen", kündigte Einrichtungsleiter Frank Dünnwald bei der Vorstellung der renovierten Station gestern an. 90 Betten und 18 teilstationäre Plätze in der Tagesklinik bietet das St. Josef – die drei Intensivbetten sind eine Besonderheit: "Das ist schon ein Phänomen, das nicht jede fachgeriatrische Klinik hat", betonte Chefarzt Dr. Ingo Reinecke.
Altersmedizin
Geriatrie, auch Altersmedizin genannt, bezeichnet das Gebiet der Medizin, das sich mit Krankheiten alternder Menschen und deren Behandlung beschäftigt. Schwerpunkte in St. Josef u.a.: Demenz, rheumatische Erkrankungen, Inkontinenzdiagnostik und typische geriatrische Syndrome wie Osteoporose und chronische Wunden.
300 Patienten pro Jahr
Betreut werden auf der Station pro Jahr rund 300 Patienten mit schweren akut-internistischen Erkrankungen, die diese etwa nach einem Herzinfarkt oder Infektionen davontragen. "Die Station befindet sich jetzt auf dem neuesten Stand, so dass sie die nächsten zehn bis 15 Jahre sicher betrieben werden kann, was die Elektrotechnik angeht", sagte Thomas Hill, technischer Leiter.
Zu der Ausstattung der Räume gehören Intensivmonitoring-Geräte und ein Decken-Schienensystem mit Anschlüssen für Druckluft, Sauerstoff und Strom, zudem wurden alle Versorgungsleitungen erneuert.
Die rund 220 Quadratmeter große Station beherbergt ein Zimmer mit zwei Betten, nebenan wird ein einzelner Patient behandelt. "Das hat den Vorteil, dass wir einen Patienten erst einmal isolieren und seine Gesamtsituation klären können", erläuterte Pflegedirektor Peter Orth.
Drei Betten auf der Intensivstation sind bisher immer ausreichend gewesen: "Damit kommen wir im Durchschnitt hin, bisher habe ich innerhalb des Stadtgebiets noch alle versorgt bekommen", sagte Backes. Gekostet hat die Sanierung rund 420 000 Euro, von denen etwa 358 000 Euro mit Hilfe des Konjunkturpakets II finanziert wurden. Die Arbeiten in den Räumen hatten drei Monate in Anspruch genommen.
Übergangslösung klappte gut
"Wir haben die betroffenen Intensivpatienten für die Zeit in andere Räume verlagert, so dass wir mit gleicher Anzahl an Betten und gleicher Qualität weitermachen konnten", erläuterte Backes.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






