Opladen: Frost behindert Bauarbeiten
zuletzt aktualisiert: 17.02.2010Opladen (RPO). Bernd Fass, Geschäftsführer des Gemeinnützigen Bauvereins Opladen (GBO), über die Auswirkungen des hartnäckigen Winterwetters auf die Arbeiten am Gebäudekomplex Düsseldorfer Straße.
GBO Opladen
Im Jahr 2000 feierte der GBO sein 100-jähriges Bestehen. Bernd Fass ist seit 1990 Geschäftsführer des Gemeinnützigen Bauvereins, der die ersten Häuser in der heutigen Vereinsstraße baute – sie waren 1902/03 bereits bezugsfertig. Bis zum Jahre 1914 wurden insgesamt 235 Wohnungen gebaut. Eine ausführliche Genossenschaftschronik findet sich im Internet unter www.bauverein-opladen.de
Der Winter hat auch Leverkusen nach wie vor fest im Griff. Vor allem für viele Baustellen bedeutet das Verzögerungen. Das zurzeit größte Projekt in Opladen ist das des Gemeinnützigen Bauvereins (GBO) an der Düsseldorfer Straße. Geschäftsführer Bernd Fass schildert im Interview die Auswirkungen, die das frostige Wetter auf die Arbeiten hat.
Herr Fass, der Gemeinnützige Bauverein Opladen baut an der Düsseldorfer Straße zurzeit auf 9000 Quadratmetern Wohnungen, Büros sowie Arzt- und Therapiepraxen. Jetzt funkt Ihnen der Frost dazwischen. Seit wann liegt die Baustelle schon still?
Fass Still liegt sie überhaupt nicht. Selbst Weiberfastnacht und Rosenmontag wurde dort gearbeitet, zum Beispiel Fenster eingebaut. Allerdings liegen Sie insofern mit Ihrer Vermutung richtig, als dass zurzeit nicht alle Arbeiten ausgeführt werden können.
Welche Gewerke müssen denn aufgeschoben werden?
Fass Alle, die mit Wasser zu tun haben, – also etwa Mauern, Betonieren oder Verputzen. Wir haben zum Beispiel die Rundung zur Kirche St. Remigius hin, die noch hochgezogen werden muss. Da sind wir jetzt etwa 14 Tage im Verzug.
Ist der Eröffnungstermin gefährdet?
Fass Bisher nicht. Die zwei Wochen werden wir, wenn es nicht noch einmal wochenlangen Dauerfrost gibt, durch Mehrarbeit wieder herausholen. Außerdem gibt es innerhalb des Gebäudekomplexes ja unterschiedliche Fertigstellungsfristen. Die Wohnungen in den ersten beiden Häusern beispielsweise sollen am 1. Juli bezogen werden. Der Gewerbebereich folgt dann im Oktober. Und der letzte steht für Dezember an.
Konventionalstrafen bei Verzögerungen drohen Ihnen ja wohl eher nicht.
Fass Auch wir dürfen Termine nicht einfach verschieben. Die Leute haben ihre alten Mietverträge ja auch entsprechend gekündigt. Da muss schon alles pünktlich fertig werden.
Kontrollieren Sie die Wetterberichte täglich und entscheiden dann, was gemacht wird?
Fass Täglich nicht, die Prognosen sind ja auch über mehrere Tage hinweg meist sehr genau. Aber wir informieren uns über das Internet schon regelmäßig und planen entsprechend. In der vergangenen Woche haben wir an einigen wärmeren Tagen beispielsweise auch gemauert. Der Frost ändert unsere Planung jetzt schon seit Dezember immer wieder. Ich kann nur sagen: Seitdem ich beim Bauverein bin, also jetzt seit 20 Jahren, habe ich einen solchen Winter nicht mehr erlebt.
Peter Korn führte das Interview mit Bernd Fass.
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